Seilbahnanlagen - Sicherheit und Komfort oberstes Gebot

Anzahl
A bb. 1: Anzahl der Seilbahnanlagen

Bereits seit einigen Jahren ist die Gesamtzahl der Seilbahnanlagen in Österreich rückläufig. Um den Ansprüchen der Kunden an Komfort und Sicherheit der Bahnen gerecht zu werden, kommt es zu einem Ersatz von Schleppliften (1997 noch 2498 Schlepplifte) durch Seilbahnen (1997 gab es 312 Hauptseilbahnen und 439 Kleinseilbahnen).

davon 341 Hauptseilbahnen (Standseilbahnen, Pendelbahnen, Umlaufbahnen, kuppelbare Sesselbahnen), 437 Kleinseilbahnen (fix geklemmt Sesselbahnen), 2416 Schlepplifte
(Anlagenstatistik des Ministeriums für Verkehr 1998/98)

  

Umsatz - Erlöse

Gesamtumsatz leicht gestiegen< br> Milliarden ATS
Anzahl

Abb. 2: Gesamtumsatz in Milliarden ATS im Jahresvergleich

Gesamtumsatz der Seilbahnbranche< br> Erfreuliche Bilanz bei den Gesamtumsätzen der Seilbahnbranche im Jahr 98/99: Die Umsätze mit dem "Kerngeschäft" Beförderung sowie Restauration und Nebenbetriebe stiegen um 2% von 10,84 Milliarden ATS im Jahr 97/98 auf 11,06 Milliarden ATS.

Umsatzzuwachs im Winter, Umsatzrückgang im Sommer
Diese positive Entwicklung zeigte sich vorrangig im Winter 98/99, in dem der Umsatz auf über 10 Milliarden ATS anstieg. Der Winter brachte somit im Vergleich zur Saison 97/98 ein Umsatzplus von fast 3%. (10,133 Mrd. ATS in der Wintersaison 98/99 versus 9,85 Mrd. ATS in der Wintersaison 97/98) Der Sommer 98 ließ hingegen auf eine rückläufige Umsatzentwicklung schließen (0,929 Milliarden ATS Sommersaison 98 versus 0,990 Milliarden ATS Sommersaison 97). Das entspricht einem Rückgang von mehr als 6% im Vergleich zum Sommer 97.

Hauptgeschäft der Seilbahnen weiterhin Transportleistung
Betrachtet man die Umsatzentwicklung nach den Geschäftsfeldern, so ist der Umsatzanstieg vor allem auf das Kerngeschäft, also den Seilbahn- bzw. Liftbetrieb, zurückzuführen. Der Umsatz aus Beförderungen sorgte alleine für fast 10 Milliarden ATS Umsatz im gesamten Erhebungszeitraum, also etwa 90 % des Gesamtumsatzes. Beim Kerngeschäft ergab sich auch im Sommer ein leichtes Plus. Deutlich rückläufig ist hingegen der Umsatz mit Restaurantbetrieben in beiden Saisonen. Die Umsätze durch Nebenbetriebe und sonstige Einnahmen verliefen im Winter positiv, im Sommer negativ. Zu den Nebenbetrieben zählen Mautstrassen ebenso wie Sportgeschäfte, Tennis- und Golfanlagen, Sommerrodelbahnen, Appartements und Hallenbäder.

Umsatz pro Betriebs/Skitag< br> in 1000 ATS
Anzahl

Abb. 3: Durchschnittlicher Gesamtumsatz pro Betriebs/Skitag

Umsatz pro Betriebs/Skitag< br> Der Umsatz pro Betriebs/ Skitag zeigt, daß das Umsatzwachstum in erster Linie durch die höhere Anzahl von Skitagen in der Wintersaison 98/99 erfolgt ist. Dies ist vorrangig auf den frühen Saisonstart und die gute Schneelage zurückzuführen (siehe Kapitel 7: Skitage.)

Umgekehrt ist der leichte Rückgang im Sommer ebenso auf die geringere Anzahl an Betriebstagen zurückzuführen, auch hier spielte die häufig schlechte Wettersituation im Sommer 98 eine Rolle; der Umsatz pro Tag bleibt in etwa konstant: im Winter setzen Seilbahnbetriebe knappe 230.000 ATS täglich um, ein Sommerbetriebstag erzielt durchschnittlich etwa 30.000 ATS.

Sommeraktivitäten der österreichischen Seilbahnen
Vermehrt werden von Seiten der Unternehmen und des Fachverbandes Anstrengungen unternommen, die Attraktivität der österreichischen Bergwelt zu verdeutlichen. Um den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit innerhalb der Branche zu fördern, wurde 1999 ein Forum "Sommer und Seilbahnen" gegründet. Für die Gäste produzierte man die beiden Broschüren "Fit am Berg mit Willi Dungl" und "Übersicht der Seilbahnen im Sommer", die von den Medien positiv bewertet wurden. Bereits seit einigen Jahren bietet die österreichweite Veranstaltungsreihe der Seilbahnen, "Fest am Berg", einen Blick hinter die Kulissen der Seilbahnen und zeigt, dass auch im Sommer viel Arbeit auf die Mitarbeiter wartet wie etwa Pistenpflege und -begrünung, Müllentsorgung, Pflanzenschutz, Wartung der Anlagen, usw.

 

Skifahrertage ("skier days") und Betriebstage

Das Kerngeschäft der Seilbahnen, der Personentransport durch Seilbahn- und Liftbetriebe, wurde bei den bisherigen Berechnungen nach Beförderungsfällen ausgewiesen (im Berichtszeitraum 97/98 ergab dies 526 Millionen Beförderungsfälle, davon 95% im Winter). Diese Zahl spiegelt die Summe der Einzelfahrten der Sommer- und Wintergäste wider.

Umstellung auf international übliche Berechnung der Skifahrer- und Betriebstage
Um den international üblichen Vergleichszahlen Rechnung zu tragen, wurde mit der Saison 98/99 auf die Darstellung der Beförderungsfälle verzichtet. Stattdessen werden hinkünftig die Skifahrer- und Betriebstage herangezogen, um Auskunft über die Basisleistung der Seilbahnbranche geben zu können.

1998/99 deutlich mehr Betriebstage als in der Vorsaison
Im Winter 1998/99 weist die gesamte Seilbahnwirtschaft 35.235 Betriebstage auf. Das sind 1538 Betriebstage mehr als im Jahr zuvor (33.697 Betriebstage im Winter 97/98). Verantwortlich dafür ist der frühe Wintersaisonstart, die gute Schneelage und das mit Ausnahme der Wetterkapriolen im Februar 1999 anhaltend gute Wetter.
Im Sommer gab es dagegen weniger Betriebstage im Vergleich zum Vorjahr (23.819 Betriebstage Sommer 98 versus 24.241 Betriebstage Sommer 97). Etwa 60% aller Betriebstage liegen damit 1998/99 im Winter.
Bei den Unternehmen, die zur jeweiligen Saison geöffnet hatten, dauerte der Betrieb durchschnittlich 125 Tage im Sommer und 146 Tage im Winter. (Sommer 97 132 Tage, Winter 97/98 125 Tage). Auch hier zeigt sich also im Vergleich zum Vorjahr, dass die Verbesserung im Winter durch eine Ausweitung der Skitage erfolgt ist.

Betriebstage:
Summe der Tage, an denen die Seilbahn- und Liftanlagen der 250 Seilbahnunternehmen Österreichs geöffnet sind, bezogen auf eine Sommer und/oder Wintersaison

Durchschnittliche Betriebstage:
Betriebstage dividiert durch die Anzahl der Seilbahnunternehmen, bezogen auf eine Sommer und/oder Wintersaison

Skifahrertage ("Skier days"):
Betriebstage nur im Winter multipliziert mit der durchschnittlichen Anzahl an Personen, die an einem Tag die Seilbahn- und Liftanlagen benützen. 7.3 Wintersaison 98/99 mit etwa 84,3 Millionen Skifahrertagen = Marktanteil von 33% in Europa Die Skifahrertage ergeben sich durch die Multiplikation von 35.235 Betriebstagen im Winter mit der durchschnittlichen Anzahl von Personen in einem Gebiet pro Tag (2.392 Wintersaison 98/99). Das ergibt 84.282.120 Skifahrertage in der Wintersaison 98/99. Die meisten Untersuchungen auf gesamteuropäischer Ebene gehen von einem durchschnittlichen Marktanteil Österreichs von 33% aus. Laut einer Erhebung von ETM (European Travel Monitor) liegt Österreich mit seinen Skifahrertagen bei einem Marktanteil von 44% am gesamteuropäischen Markt. Die vorliegende Erhebung zeigt (wenn man von einem Gesamtmarkt von 250 Millionen Skifahrertagen in Europa pro Saison ausgeht) einen Marktanteil der österreichischen Seilbahnen von 33% in Europa. (Im Vergleich dazu: 52 Millionen Skifahrertage in den USA, 70 Millionen im gesamten nordamerikanischen Raum.

Wintersaison 98/99 mit etwa 84,3 Millionen Skifahrertagen = Marktanteil von 33% in Europa
Die Skifahrertage ergeben sich durch die Multiplikation von 35.235 Betriebstagen im Winter mit der durchschnittlichen Anzahl von Personen in einem Gebiet pro Tag (2.392 Wintersaison 98/99). Das ergibt 84.282.120 Skifahrertage in der Wintersaison 98/99.
Die meisten Untersuchungen auf gesamteuropäischer Ebene gehen von einem durchschnittlichen Marktanteil Österreichs von 33% aus. Laut einer Erhebung von ETM (European Travel Monitor) liegt Österreich mit seinen Skifahrertagen bei einem Marktanteil von 44% am gesamteuropäischen Markt.
Die vorliegende Erhebung zeigt (wenn man von einem Gesamtmarkt von 250 Millionen Skifahrertagen in Europa pro Saison ausgeht) einen Marktanteil der österreichischen Seilbahnen von 33% in Europa. (Im Vergleich dazu: 52 Millionen Skifahrertage in den USA, 70 Millionen im gesamten nordamerikanischen Raum.

Anzahl
A bb. 4: Personen im Gebiet pro Tag/Spitzentag

 

 

Top-Investitionen in Qualität der Anlagen und Schnee

Konsequenz zeigen die österreichischen Seilbahnunter-nehmen bei der Ausrichtung Ihrer Investitionen auf Qualitätsverbesserungen. Etwa zwei Drittel der Seilbahnunternehmen haben im Berichtszeitraum Investitionen getätigt. Entsprechend der Wichtigkeit der Schneelage war dabei die Investitionsquote bei den Beschneiungsanlagen am höchsten (34%). Beim Pistenbau beträgt die Quote 32%, bei Pistengeräten 29%. Hier spiegeln die Investitionen auch die Kundenwünsche wider, denn Schnee und gute Pisten sind gefragt. Jedes fünfte Unternehmen hat in Ersatzanlagen investiert, jedes zehnte Unternehmen in den Neubau von Anlagen. Investitionen in Restaurationsanlagen und Sommereinrichtungen sind am unteren Ende der Skala und entsprechen damit ziemlich genau der (Umsatz-) Entwicklung in diesen Bereichen.

Investitionen langfristig
auf hohem Niveau
< br> in Milliarden ATS
Anzahl

Abb. 5: Gesamtinvestitionen in Milliarden ATS im Jahresvergleich

Gesamtinvestitionen< br> Mit 4,37 Milliarden Investitionsvolumen zeigt sich die Branche 1999 investitionsfreudiger als im Jahr zuvor. Die Seilbahnunternehmen wurden auch nach den geplanten Investitionen für das Jahr 2000 befragt. In den Bereichen Neubau, Restauration und Sommereinrichtungen liegen die Plandaten sogar über der aktuellen Investitionsquote. Damit will man offensichtlich den Umsatzrückgängen im Sommer entgegenwirken. Im längerfristigen Schnitt pendeln sich die Investitionen zwischen 4,2 und 4,6 Milliarden ATS ein und bleiben damit weiter ein deutliches Lebenszeichen der Branche.

Investitionen in Seilbahntechnik< br> Etwa 53% der gesamten Investitionen fließen in den Bereich der Seilbahn-Technik. 1999 wurden damit 2,337 Milliarden ATS in den Anlagen-Neubau und Anlagen-Ersatzbau investiert.
Die von den Seilbahnen getätigten Investitionen sind für Österreich auch von volkswirtschaftlicher Bedeutung, da die Wertschöpfung größtenteils im Inland bleibt. Sowohl bei den Hersteller- und Zulieferfirmen als auch im Dienstleistungsbereich können damit Arbeitsplätze - besonders in alpinen Regionen - geschaffen und gesichert werden.

Investitionen in Infrastruktureinrichtungen
Weiterhin hohe Investitionen in Beschneiungsanlagen
Der Trend Richtung Investitionen in die Schneesicherheit hält an, ist aber nicht mehr so dominant wie im Vergleichszeitraum 97/98. 1998/99 machen die Investitionen in Beschneiungsanlagen mit 1,1 Mrd. Schilling etwa ein Viertel der Gesamtinvestitionssumme aus. Entsprechend der Plandaten für 2000 wollen viele Unternehmen die Kosten für die Beschneiungsanlagen eindämmen, was angesichts des bereits hohen Sättigungsgrades realistisch erscheint.
Im Vorjahr beschneiten 60% der Unternehmen 34% ihrer jeweiligen Pistenfläche. Heuer zeigt sich, daß kaum weitere Unternehmen beschneien, aber die beschneite Fläche durchschnittlich schon bei 38% liegt. Pro Unternehmen werden dabei 31,5 ha Pistenfläche beschneit. In ganz Österreich wird damit etwa 1/3 der Pistenfläche beschneit (Die gesamte Pistenfläche beträgt nur 0,28% der Gesamtfläche Österreichs).

Finanzierung der Beschneiungsanlagen
Die Investitionen in Beschneiungsanlagen werden von 71% der Unternehmen zur Gänze selbst getragen, 93% finanzieren den durchaus kostenintensiven Betrieb ausschließlich selber. Durchschnittlich werden 84% der Investitionen und 97% der Betriebskosten selbst finanziert. Für viele Touristiker stellt dies eine Selbstverständlichkeit dar, während die Seilbahnunternehmen zunehmend eine stärkere Kostenbeteiligung von Tourismus- und Gemeindeseite einfordern. Verständlich, nachdem die Schneesicherheit heute zu einem Muss geworden ist und dem gesamten Wintertourismus zugute kommt.

Das bieten
die österreichischen Seilbahnen ...


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Abb. 6: Infrastruktureinrichtungen bei den österreichischen Seilbahnen

Weitere Serviceleistungen der Seilbahnbranche
Service für den Gast steht für die Seilbahnen an erster Stelle. Dafür wird weit mehr von den Seilbahnen getan als die reine Transportleistung durch die Seilbahnen oder Lifte. 56% der Bahnen bieten gratis Skibusse an, die die Gäste zu den Skigebieten transportieren, beinahe 40% der Seilbahnunternehmen haben Ihre Seilbahnen behindertengerecht ausgestattet.
Die Pisten werden im Winter von den Seilbahnen präpariert, um auf die unterschiedlichen Wünsche der Wintersportler einzugehen. Mehr als 50% der Seilbahnen bieten Halfpipes und Funparks, in etwa 30% der Wintersportgebiete gibt es von den Seilbahnen finanzierte Zeitmesstrecken, Carvingpisten bzw. beleuchtete Pisten und Rodelbahnen.

Kleine Gäste ganz gross!< br> Besonderes Augenmerk legen die Seilbahnunternehmen auf die "Pistenzwerge". In vielen Wintersportgebieten wurden dafür spezielle Lifte, sogenannte "rollende Teppiche", gebaut. Den Kindern gefällt es, und sie werden sicher und einfach nach oben gebracht. In Kooperation mit den Skischulen entstanden auch ganze "Kinderparks" am Berg, wo die Kleinsten auf spielerische Weise das Skifahren erlernen.
Für die sportlich weniger Ambitionierten, die dennoch die Höhenluft im Winter genießen wollen, werden von über 50% der Seilbahnen Winterwanderwege präpariert und betreut.

Mehr Komfort bei den Kassen- und Kontrollsystemen
Vorbei ist die Zeit, als man mit klammen Fingern die Liftkarte aus der Anoraktasche zog, um vom Seilbahnmitarbeiter kontrolliert zu werden. Heute verfügen beinahe 80% der Seilbahnen über Magnetkarten. Eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr gibt es auch bei den Hands-Free Kartensystemen. Waren es 97/98 noch 44%, wurden 98/99 bereits mehr als 60% dieser Systeme von den Bahnen angeboten, Tendenz steigend.

Beschneiungsanlagen... < br> ...beruhen auf der technischen Nachahmung eines ganz natürlichen Vorganges: der Entstehung von Rauhreif.
...mischen Wasser und kalte Luft in einem bestimmten Verhältnis, wodurch das zerstäubte Wasser zu Schnee kristallisiert.
...haben nichts mit Chemie zu tun.
...können erst nach Abschluß eines umfassenden Behördenverfahrens errichtet werden.

 

Aufwand - Kostenstruktur eines durchschnittlichen Betriebes

Ein Vergleich der letzten drei Jahre zeigt, daß sich die Anteile der einzelnen Kosten-arten an den Gesamtkosten kaum ändern. Nach wie vor dominieren die Personalkosten, wenngleich der Anteil an den Gesamtaufwendungen geringfügig weniger wurde und nun bei knapp 32% liegt.


Anzahl

Abb. 7: Durchschnittliche Kostenstruktur der österreichischen Seilbahnwirtschaft

Unternehmen mit hohem Umsatz haben eine völlig andere Kostenstruktur< br> Analysiert man die Aufwendungen nach der Unternehmensgröße, ergibt sich jedoch eine deutlich unterschiedliche Kostenstruktur. Bei den Personalkosten zeigt sich ein linearer Verlauf des Kostenanteils.

Mit zunehmender Größe des Betriebes sinkt der Personalkostenanteil; ein ebenso degressiver Verlauf ist bei den Zinsen zu verzeichnen, was auf einen höheren Anteil der Eigenfinanzierung und auch billigeres Fremdkapital schließen läßt. Bei den Anteilen für Abschreibungen und Reparaturen verläuft die Entwicklung genau gegengleich: dort steigt die Bedeutung innerhalb der Kosten mit zunehmender Unternehmensgröße.

 

Vielfalt im Kartenangebot

"Coole" Preise für Jugendliche und Schüler
Wie in folgender Abbildung ersichtlich, verfügen die österreichischen Seilbahnunternehmen über verschiedene Kartenangebote und -ermäßigungen für bestimmte Zielgruppen. Besondere Rabatte bekommen beispielsweise Schüler.
Bundesländerspezifisch gibt es noch weitere Vergünstigungen, etwa für Jugendsaisonkarten. 86% der Bahnen bieten auch den Lehrern bei Wintersportwochen Freikarten an. Die Gruppenermäßigung beträgt durchschnittlich knapp 12% und wird im Schnitt ab 18 Personen gewährt.

Erschwinglicher Bergurlaub für die Familie
Ein erklärtes Ziel für die Seilbahnbranche ist es, gerade den Familien einen kostengünstigen Sommer- oder Winterurlaub in den Bergen zu ermöglichen. Vier Fünftel aller Seilbahnen haben die Preise für Familienkarten im Jahr 1998/99 konstant gehalten und auch 2000 gibt es hierbei kaum Änderungen. Die geringen Preiserhöhungen schlagen sich in der Kundenzufriedenheit nieder: gerade Familien zeigen sich überdurchschnittlich zufrieden mit dem Preis/Leistungsverhältnis (siehe Gästebefragung Österreich 97/98, Auswertung Seilbahnkundenprofile 1999).

Generell moderate Preiserhöhungen
Trotz der umfangreichen Investitionsvorhaben bleiben die jährlichen Preiserhöhungen generell moderat. 1998/99 wurden die Karten (bezogen auf Erwachsenentarif) generell um nur 1% bis 3% erhöht. Der durchschnittliche Tageskartenpreis betrug 330 ATS, wobei der mittlere Absatz pro Betrieb bei etwa 40.000 Karten lag.

Kartenangebot der österreichischen Seilbahnen

A bb. 8: Karten-/Preisangebot der österreichischen Seilbahnen

 

 

Im Mittelpunkt - unsere Gäste

Für jedes Unternehmen sind das Wissen um die Bedürfnisse des Kunden und die Kundenzufriedenheit Basis des Erfolges. In früheren Zeiten waren die Seilbahnunternehmen noch rein auf ihre Funktion als "Transportunternehmen" konzentriert. Heute stehen Dienstleistungs- und Kundenorientierung im Vordergrund - das Kerngeschäft des sicheren und komfortablen Personentransports ist die Basis dafür.

Kundenherkunftsländer
Der durchschnittliche Kundenmix eines österreichischen Seilbahnunternehmens wird zu 80% von Deutschen und Österreichern dominiert. (durchschnittlich 46% deutsche und 34% österreichische Kunden) Die Benelux-Länder liegen mit 7% Anteil an 3. Stelle, gefolgt von Gästen aus Osteuropa, Italien und Großbritannien. Bei größeren Seilbahnunternehmen fällt auf, dass der Anteil der Österreicher doch beträchtlich unter dem Durchschnittswert liegt. Größere Unternehmen weisen also geringere Anteile an Inländern auf, während der deutsche Gast mehr Gewicht bekommt.

Kundentypus

A bb. 9: Kundentypus

Anzahl

Abb. 10: Motive Seilbahnnutzer GBÖ (* Zustimmung 1 genau - 4 gar nicht)

Motive und Erwartungen der Gäste im Winter
"Das intensive Erleben von Berg, Schnee und Sonne" - das erwarten sich die Gäste in erster Linie von einem Winter-urlaub. Entscheidend für die Wahl des Urlaubsortes ist vorrangig dessen Attraktivität als Skigebiet - 81 Prozent geben diesen Punkt als das wesentliche Kriterium an. "Sicherer Schnee" ist - wenig überraschend - die wichtigste Forderung der Sportler.
Kein Problem angesichts der seit Jahren intensiven Investitionen der Seilbahnen in Beschneiungsanlagen

 

Unsere Mitarbeiter- Basis unseres Erfolges

Anzahl

Abb. 11: Mitarbeiterstrukur der östereichischen Seilbahnen

Die Seilbahnbranche beschäftigt rund 5.350 Ganzjahresmitarbeiter, davon rund 4.310 im reinen Seilbahnbetrieb, die anderen in Nebenbetrieben wie Gastronomie, Sport oder Handel. Während des Winters kommen etwa 6.500, im Sommer etwa 550 Saisonkräfte hinzu. Gegenüber dem Vorjahr zeigt sich eine Verschiebung in Richtung Ganzjahresmitarbeiter. Zwar dominieren noch Saisonmitarbeiter, doch liegt der Anteil der ganzjährig Beschäftigten schon bei 43%.

Ausweitung des Bildungsangebotes für die Seilbahn-MitarbeiterInnen
Mit der "Seilbahnakademie" wird das Fortbildungsangebot des Fachverbands der Seilbahnen ab dem Jahr 2000 in eine tragfähige eigene Konstruktion übergeführt. Die Themenschwerpunkte (Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Führung, Organisationscoaching, Betriebstechnik, -wirtschaft und -recht, EDV und neue Medien) tragen der Tatsache Rechnung, dass der Dienstleistungsaspekt auch für Seilbahnen immer wichtiger wird. Zielgruppen-Marketing, die Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Tourismus und die "punktgenaue" Angebotsgestaltung zählen ebenso zu den Erfolgsfaktoren des heimischen Wintertourismus wie das abwechslungsreiche Sport- und Unterhaltungsangebot. Die Seilbahnakademie trägt dazu bei, die Mitarbeiter für diese wichtigen Aufgaben vorzubereiten.

 

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