seilbahn.net | Projekte | Aktuell | 2019-05-02

Kaunertaler Gletscherbahnen: 100-Funifor Falginjochbahn geplant

Projekt „Neubau Falginjochbahn samt Pistenanbindung und Lawinenschutzmaßnahmen“

Anlass für die geplanten Maßnahmen ist ein Lawinenereignis am 30.10.2018, bei welchem die Schlepplifte Weißseeferner I/II teilweise zerstört bzw. in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die neuen Anlagenteile befinden sich innerhalb der Grenzen des bestehenden Gletscherschigebietes in einem Höhenbereich zwischen ca. 2.745 m und ca. 3.120 m. 

Folgende Maßnahmen sind im Einzelnen geplant: 
  • Abtrag Weißseefernerlift I/II (2 Schleppliftanlagen); 
  • Neubau Falginjochbahn (100-Funifor) samt Pistenanbindung;
  • Errichtung eines Lawinenablenkdammes in Grobsteinschlichtung (Länge ca. 35 m und Höhe ca. 6 m) und Versetzen einer vollautomatisch ferngesteuerten Lawinensprenganlage. 
Der Standort für die Talstation der 100-FUF Falginjochbahn mit Betriebsmittelgarage befindet sich ca. 35 m nordöstlich der Talstation/Fahrbetriebsmittelgarage der Karlesjochbahn angrenzend an die vorhandene Parkplatzfläche am Ende der Gletscherstraße. Der Anschluss an die bestehenden Schiabfahrten ist gegeben und es sind dafür keine Geländekorrekturen oder -anpassungen erforderlich.

Der geplante Stationsbereich der Bergstation befindet sich östlich des Falginjoches direkt unter dem Grenzgrat. Der Anschluss an die bestehenden Schiabfahrten wird mit dem Aushubmaterial für die Errichtung der Bergstation hergestellt. Die Anbindung erfolgt über einen ca. 50 m langen und ca. 38 % geneigten Pistenanschluss an die bestehende Piste 1 des Gletscherschigebietes. Die Breite der Pistenanbindung beträgt geländeangepasst zwischen ca. 7 m und ca. 16 m. Im Anschluss an das Stationsgebäude am Südostrand der Pistenanbindung ergibt sich ein ca. 20 m langer Böschungsabschnitt, welcher mittels Grobsteinschlichtung gesichert wird. Die Böschungskante der Pistenanbindung muss in diesem Abschnitt mit einer entsprechenden Absturzsicherung versehen werden. 

Auf der Strecke sind zwei Stützen erforderlich. Die erste Stütze, mit einer Höhe von 55 m, befindet sich ca. 200 m bergseitig der Talstation, die zweite, 23 m hoch, ca. 110 m talseitig der Bergstation. 
Die Förderleistung der Bahn beträgt im Endausbau ca. 1.200 P/h, die Bahn wird ganzjährig betrieben und ist für die Berg- und Talbeförderung vorgesehen. Die Fahrgäste werden pro Spur in einer Kabine für 100 Personen transportiert.

Quelle: Kundmachung Tiroler Landesregierung

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