seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2020-02-11

Schweizer Seilbahnen: Deutlich mehr Gäste bei Saisonhalbzeit

Die Schweizer Seilbahnbranche blickt auf eine gute erste Hälfte der Wintersaison zurück. Per Ende Januar lagen die Gästezahlen gesamtschweizerisch um 17,8 Prozent über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Dies zeigt das Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz.

Die Halbzeitbilanz der aktuellen Wintersaison in der Schweiz ist erfreulich: Von Saisonstart bis Ende Januar waren 17,8 Prozent mehr Gäste auf den Pisten als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Und nach den Schneefällen der letzten Woche präsentieren sich die Skigebiete in den Alpen richtig winterlich; die Schneesportlerinnen und -sportler können sich also für die Skiferienzeit auf sehr gute Pistenbedingungen freuen.

Alle Regionen im Plus

Erfreulicherweise konnten alle im Monitoring erfassten Regionen zulegen (siehe Kasten). Das grösste Plus verzeichnete das Tessin mit +163,4 Prozent. Diese markante Steigerung hängt damit zusammen, dass das Tessin in der Fünf-Jahres-Vergleichsperiode mit den Jahren 2014/15, 2015/16 und 2016/17 schneebedingt drei äusserst schwache Wintersaisons zu verzeichnen hatte. Entsprechend konnten die Tessiner Seilbahnen im aktuellen Winter die Gästezahlen dank der besseren Schneebedingungen stark steigern.

Allerdings gibt’s diesen Winter auch Verlierer: In den ganz tief gelegenen Skigebieten konnten diverse Lifte den Saisonbetrieb wegen Schneemangels noch nicht aufnehmen. Obwohl sich diese Kleinskigebiete seit jeher stark schwankende Saisons gewohnt sind, ist ein Winter wie der aktuelle für sie eine grosse finanzielle Herausforderung. Bleibt zu hoffen, dass in den kommenden Wochen auch in tiefen Lagen noch genügend Schnee fällt.

Das Tourismusland Schweiz als Ganzes betrachtet darf jedoch mit dem bisherigen Winterverlauf sehr zufrieden sein. Wenn nun das Wetter in der zweiten Saisonhälfte einigermassen mitspielt, stehen die Chancen gut, dass die Schweizer Seilbahnen diesen Winter zum dritten Mal in Folge zulegen können.


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