seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2020-12-01

Schweizer Seilbahnen: Sommerbilanz

Saisonbeginn bis 31. Oktober 2020 (mit ausserordentlichem Saisonstart ab dem 6. Juni 2020)

Während der Sommersaison 2020 beeinflusste die Pandemie-Krise stark die Gästefrequentation der Schweizer Seilbahnen. Die Beschränkungen für Reisen in die Schweiz und die Pandemie-Situation in der Schweiz veränderten beachtlich den Anteil der ausländischen Gäste. Insgesamt verbrachten mehr Schweizerinnen und Schweizer ihre Ferien in der Schweiz. Gemäss Bundesamt für Statistik stieg der Anteil an Logiernächten von Schweizern in der Schweiz im Vergleich zu den Vorjahresmonaten Juni bis September um 863 225 Übernachten respektive 12 %. Insbesondere Graubünden konnte von dieser Entwicklung profitieren. Schweizer Seilbahnen mit üblicherweise hohem Schweizergästeanteil verzeichneten mehr Gäste aus der Schweiz als üblich. Doch konnten die zahlreichen Schweizerinnen und Schweizer die fehlenden Touristen aus dem Ausland in den meisten Regionen nicht kompensieren. Insgesamt entstand über alle Regionen der Schweiz ein Gästerückgang auf den Schweizer Seilbahnen von 28.5 % gegenüber der Sommersaison 2019.

Auch die Wetterlage bestimmte die Reise- und Ausflugslust der Schweizerinnen und Schweizer. Der Monat Oktober zeigte sich in der ganzen Schweiz kühl und sehr niederschlagsreich. Mehrmals gab es Neuschnee bis in mittlere Lagen. Dies führte in fast allen Regionen zu tieferen Frequentationen der Schweizer Seilbahnen als im Vorjahresmonat.

Die Schweizer Tourismusregionen haben den Pandemie-Sommer auf sehr unterschiedliche Weise erlebt. Viele Schweizer Gäste machten während der Sommersaison 2020 Ferien und Ausflüge im Graubünden. Der Oktober verlief auch in dieser Region wetterbedingt etwas weniger günstig als die Vormonate. Doch konnte Graubünden dank den guten Monaten Juli bis September 2020 als einzige Region von einer insgesamt positiven Entwicklung der Gästezahlen gegenüber dem Vorjahr profitieren. Das Berner Oberland und die Zentralschweiz erfuhren während allen Sommermonaten wegen dem Fehlen der Gruppenreisenden und der Touristen aus den Fernmärkten eine Halbierung ihrer Vorjahresgästezahlen. Im Wallis notierten die grossen Stationen mit üblich hohem internationalen Gästeanteil ebenfalls hohe Einbussen. Andere Seilbahnen mit traditionell vielen Schweizer Gästen verzeichneten ein Jahr mit Zuwächsen. Aus diesen zwei sehr unterschiedlichen Geschäftsgängen ergab sich für das Wallis insgesamt eine Gästezahl leicht unter dem Vorjahreswert.

Die Tessiner Seilbahnen litten besonders stark unter der verordneten Betriebsschliessung im Mai und unter dem Monat Juni, während dem, nur zögerlich Gäste in den Tessin reisten. Für die Monate Juli bis Oktober verbuchten sie mehrheitlich erfreuliche Gästezahlen. Die Seilbahnen der Waadtländer und Freiburger Alpen erlebten einen guten Monat Juli, konnten aber wegen dem Wegbleiben der ausländischen Touristen nicht an die Vorjahresgästezahlen anknüpfen. Die Gästefrequenz in der Ostschweiz war stark abhängig vom schönen Wetter. Viele Besucher reisten im Juli und September in die Ostschweiz, hingegen weniger Gäste als im Vorjahr während den übrigen Monaten.

Die ersten Skistationen sind gut vorbereitet in die Wintersaison gestartet. Viele Schweizerinnen und Schweizer freuen sich ihre Tage in den Bergen zu verbringen und die Welt für einige Stunden aus einer anderen Perspektive zu erleben. Die Schweizer Seilbahnen ihrerseits freuen sich, Ski- und Snowboard-Gäste auf ihren Pisten zu begrüssen.


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