seilbahn.net | Themenbereiche | Karriere | 2019-07-31

Bergbahn aus Niederösterreich: Arbeiterkammer erkämpft Ansprüche für einen Mitarbeiter

AK Ried erkämpft für einen Angestellten mehr als 22.000 Euro an offenem Gehalt und unbezahlten Überstunden. 

Für einen Angestellten aus dem Bezirk Ried erkämpfte die AK-Bezirksstelle eine hohe Nachzahlung. Der Mann hatte etwas länger als drei Monate bei einem Bergbahnen-Betrieb in Niederösterreich als stellvertretender Betriebsleiter gearbeitet. Gegen Ende des befristeten Arbeitsverhältnisses hatte er kein Gehalt mehr bekommen. Darum wandte er sich an die Arbeiterkammer in seinem Heimatbezirk. Diese brachte den Fall vor Gericht – mit Erfolg. Er bekam mehr als 22.000 Euro brutto nachbezahlt.

Diese intervenierten beim früheren Arbeitgeber und forderten die offenen Ansprüche ein. Neben dem Gehalt waren auch noch Sonderzahlungen, Urlaubsersatzleistung sowie nicht bezahlte Nachtarbeits- und Überstunden ausständig. Das Unternehmen reagierte nicht einmal auf das Schreiben der AK. Auch ein zweiter Brief blieb unbeantwortet. Daher blieb den Juristen der AK Ried nichts Anderes übrig, als den Fall vor Gericht zu bringen. Dieses erteilte dem früheren Arbeitgeber des Mannes einen rechtskräftigen Zahlungsbefehl und ließ den offenen Betrag von insgesamt mehr als 22.000 Euro brutto per Exekution eintreiben.
Dieser Fall zeigt wie viele andere Fälle auch: Manche Unternehmer gehen extrem respektlos mit ihren Mitarbeitern um. Sie überweisen ihnen einfach kein Gehalt mehr, zahlen Überstunden nicht und lassen es darauf ankommen, ob sich die Beschäftigten zur Wehr setzen oder nicht. „Für ihre Leistungen haben die Beschäftigten zumindest die korrekte Abrechnung und Bezahlung ihrer Ansprüche verdient. Wenn selbst das zu viel verlangt ist, verhelfen wir ihnen zu ihrem Recht“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Quelle: Arbeiterkammer Oberösterreich

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