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seilbahn.net | Themenbereiche | Beschneiung | 2010-03-01

Die Firma Bächler Top Track AG wird mit dem Swiss Excellence Product Award 2010 ausgezeichnet.

Die in Stans NW tätige Firma gehört weltweit zu den führenden Anbietern im Bereich Schneetechnologie. Das Unternehmen erhält die Auszeichnung für eine Beschneiungs-Lanze, die in Zusammenarbeit mit dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Davos, der Fachhochschule Nordwestschweiz sowie weiteren Spezialisten entwickelt und jetzt auf den Markt gebracht wurde.

Die Beschneiungs-Lanze braucht gegenüber herkömmlichen Geräten 80 % weniger Energie, produziert höhere Schneemengen, ist um ein Fünffaches leiser und braucht lediglich Wasser und Druckluft ohne Zusatzstoffe.

Diese Neuentwicklung garantiert eine nachhaltig verbesserte und umweltschonende Beschneiung von Wintersportgebieten.
Der Preis „Swiss Excellence Product Award“ wurde der Firma Bächler Top Track AG am 25.Februar anlässlich einer Demonstration des Produktes vor Fachmedien und Publikum in Engelberg durch die Stiftung Swiss Excellence übergeben.

Wer ist die Stiftung Swiss Excellence ?
Die Stiftung fördert technische Innovationen und Entwicklungsprozesse von kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz in den Bereichen Umwelt und Energie und schafft Zugang zu Forschungsinstituten und Hochschulen für eine zielorientierte Zusammenarbeit in der Entwicklungsphase von Produkten.

Fachhochschule Nordwestschweiz / Hochschule für Wirtschaft

Beschneiungsanlagen: Ein globaler Milliarden-Markt
Pro Jahr werden weltweit etwa 10'000-15'000 Schneeerzeuger verkauft. Da in Zukunft gemäss Expertenschätzungen mehr als 90% der Pisten künstlich beschneit werden, werden die jährlichen Ausgaben der Skigebiete für Beschneiungsanlagen die Milliardengrenze bald deutlich übersteigen.

Erfolgsfaktor Schneesicherheit
Die Erwartungen der Gäste lassen den Skigebieten keine andere Wahl: Sie müssen weiter aufrüsten. Das heisst: Weiter in Beschneiungsanlagen investieren. In Österreich wenden die Bergbahnen bereits jeden dritten Franken für den Ausbau der Beschneiungsanlagen auf. Führende Skigebiete geben für die künstliche Beschneiung pro Skigast und Tag etwa fünf Franken aus. Trotz dieser hohen Zusatzkosten sehen die Skigebiete keine andere Option als Beschneiungsanlagen, um ihren Gästen Schneesicherheit zu garantieren. Schneesicherheit ist ihr Erfolgsfaktor. Der Umsatz der Bergbahnen und der Wintersportregionen ist unmittelbar abhängig von perfekt präparierten Pisten. Ein Tiroler Schneimeister bringt es auf den Punkt: "Wir müssen schneien, koste es was es wolle."

Dynamischer Markt mit guten Chancen für Innovationen
Der Markt für Beschneiungsanlagen ist attraktiv und hat Potenzial für die Zukunft: In den Alpenländern investieren die Bergbahnen derzeit pro Jahr mehr als 400 Millionen Franken in den Ausbau von Beschneiungsanlagen. Die Ausgaben für Beschneiungsanlagen werden in den nächsten Jahren weiter wachsen, da in Asien neue Skigebiete entstehen, Schneekanonen der ersten Generation weltweit ersetzt werden und einige Länder im internationalen Vergleich Nachholbedarf haben. In der Schweiz werden z.B. erst etwa 30% der Pisten künstlich beschneit, während im Südtirol nur noch ¼ der Pisten von den Launen der Natur abhängig sind.

Weltweit werden 10'000 bis 15'000 Schneeerzeuger pro Jahr verkauft. Obwohl der Markt für Schneeerzeuger von fünf globalen Playern dominiert ist, bieten sich nach wie vor attraktive Chancen für Anbieter mit kostengünstigeren Lösungen. Denn: Die Bergbahnen sind je länger je mehr gezwungen, die Ausgaben für die Beschneiung ihrer Skipisten zu optimieren und gleichzeitig die Qualität der Pistenpräparierung weiter zu steigern.

Die Betriebskosten sind entscheidend
Bei der Anschaffung von Schneekanonen müssen die Skigebiete jedoch eines beachten: Die Kosten für die Schneekanonen machen durchschnittlich weniger als 20% der gesamten Investitionskosten aus. Und die Schneekanonen sind mehr als 15 Jahre im Betrieb. Deshalb sind bei ihrer Anschaffung weniger die Verkaufspreise, sondern vielmehr ihre späteren Betriebskosten relevant. Die Höhe der Betriebskosten pro Kilometer Piste hängt u.a. von der Höhenlage, Pistenbreite und Sonnenexposition ab.

Die optimale Lösung finden
Die aus Kosten- und Qualitätsüberlegungen optimale Lösung muss für jeden Pistenabschnitt individuell gefunden werden. In der Vergangenheit haben die Bergbahnen diesen Prozess intuitiv realisiert, dabei jedoch häufig Einsparungspotenziale vergeben. Im Rahmen eines Forschungsprojekts über die nutzenorientierte Preisbildung entwickelt die Hochschule für Wirtschaft der FHNW ein Simulationsinstrument, welches Bergbahnen erlaubt, ihre Gesamtkosten für die Beschneiung systematisch zu optimieren. Dieses Instrument soll zeigen, dass Bergbahnen mit den neuen energieeffizienten Schneilanzen von Bächler Top Track ökologische Vorteile zu tieferen Kosten realisieren können.

Wie wird Wasser zu Schnee? Wege zu effizienterer Schneeproduktion.
Hansueli Rhyner, SLF

Technischer Schnee entsteht im Unterschied zu natürlichem Schnee nicht in den Wolken durch die Sublimation von Wasserdampf. Er wird aus feinsten Wassertröpfchen hergestellt, die aus Beschneiungsanlagen (z.B. Schneekanonen oder Schneilanzen) in die Luft gesprüht werden und in der kurzen Zeit, während sie herunterfallen (ca. 10 sec), gefrieren. Das heisst, technischer Schnee gefriert von aussen nach innen – deswegen bilden sich sehr kleine runde Schneekörner (0.1 – 0.8 mm) und keine grossen, verästelten Schneesterne, wie beim natürlichen Neuschnee, der von innen nach aussen wächst. Die zwei grössten Unterschiede zwischen natürlichem und technischem Schnee sind daher die Form und die Grösse der Schneekörner.

Das neuste Produkt zur Herstellung von Schnee ist NESSy (Neues Energieeffizientes Schneilanzen System), ein neuer Schneilanzenkopf, welcher 80% weniger Energie verbraucht und bei bis zu 2 °C höheren Temperaturen als herkömmliche Schneilanzen Schnee produzieren kann. Anhand von Feldtests, Versuchen in einem Klimawindkanal und theoretischen Modellierungen analysierten die Forschenden den Beschneiungsprozess in seinen Teilschritten und konnten ihn dadurch deutlich optimieren. Sie setzten dabei vor allem bei der Nukleation, dem Gefrieren des Wasser an, das sie deutlich effizienter gestalteten. Dies ist der wichtigste Schritt bei der Beschneiung.

NESSy ist das Resultat einer dreijährigen Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit zwischen dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, dem Institut für Thermo- und Fluid-Engineering der Fachhochschule Nordwestschweiz, dem Düsenhersteller MVT AG Micro Technologies und dem Schneilanzenhersteller Bächler Top Track AG.

Nessy Prospekt >>>>

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