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seilbahn.net | Themenbereiche | Seilbahnen | 2013-06-17

Lenzerheide: Ost-West Verbindung – Interessensabwägung führt zum Entscheid für Sesselbahn

Der Verwaltungsrat der Lenzerheide Bergbahnen AG (LBB) hat an seiner heutigen Sitzung entschieden, das Plangenehmigungsverfahren der 4er Sesselbahn für die Ost-West Verbindung wieder aufzunehmen. Mit der Ost-West Verbindung werden die beiden Heidner Talseiten des Skigebiets Arosa - Lenzerheide verbunden. Damit geniessen die Schneesportler künftig ein vollständig zusammenhängendes Skigebiet – vom Bahnhof Arosa bis auf den Piz Scalottas und zurück. Die Verbindung ist ein wesentlicher Bestandteil des geplanten Portals Churwalden, dessen Ziel es ist, den Individualverkehr bereits in Churwalden von der Strasse zu nehmen. Aufgrund einer Vereinbarung mit den Umweltschutzverbänden Pro Natura Graubünden, WWF Graubünden, mountain wilderness und der Stiftung für Landschaftsschutz Schweiz hat die LBB das Konzessionsgesuch für die Sesselbahn im Bereich Obertor in Parpan im Dezember 2012 zurückgezogen. Gemeinsam mit den Umweltschutzverbänden wurden in den letzten Monaten sämtliche Varianten für eine Ost-West Verbindung nochmals eingehend geprüft und gegenübergestellt. Alle Gremien sind sich einig, dass es diese Verbindung braucht. Neben der Variante Sesselbahn ist für die LBB auch eine Lösung mit einer Piste auf der Ostseite, einer Brücke über die Kantonsstrasse im Bereich Obertor in Parpan und eines Skilifts auf der Westseite denkbar. Diese Variante ist auch für die Umweltschutzverbände akzeptabel und wurde in der Folge von der LBB mit Hochdruck ausgearbeitet.

Wie die Gemeinde Churwalden der LBB kürzlich in einem Brief mitteilte, steht für sie die Brücken-Lösung jedoch nicht zur Diskussion und eine entsprechende Baubewilligung seitens der Gemeinde wird nicht in Aussicht gestellt. Daraus ergab sich für die LBB eine Pattsituation, denn beide Varianten führen zu einer juristischen Auseinandersetzung, entweder mit der Gemeinde Churwalden oder mit den Umweltverbänden. Vor zwei Tagen hat die LBB deshalb zu einer Aussprache mit Vertretern aller Gremien eingeladen und die neue Ausgangslage erläutert.

Aus wirtschaftlicher Sicht sind beide Varianten vergleichbar, sowohl die Investitions- wie auch die Betriebskosten halten sich die Waage. Mit der Brückenlösung wäre ein Austausch von Pistenmaschinen zwischen den beiden Talseiten ermöglicht worden. Dies hätte zu operationellen Vorteilen für die LBB geführt. Im Gegenzug bietet die Sesselbahn eine bodenunabhängige Lösung in beide Richtungen. Die Sesselbahn entschärft verschiedene potentiell gefährliche Kreuzungen mit den Langlaufloipen, Wanderwegen und Quartierstrassen. Im Rahmen einer ganzheitlichen Interessensabwägung hat sich der Verwaltungsrat der LBB heute einstimmig für die Variante Sesselbahn entschieden. Dazu Christoph Suenderhauf, VR-Präsident der LBB: „Der Dialog mit Gemeinde und Umweltverbänden war stets konstruktiv und wir haben Verständnis für die unterschiedlichen Interessen. Leider gibt es für die Ost-West Verbindung keine Konsenslösung. Wir sind aber überzeugt, mit der heutigen Entscheidung einen wichtigen Schritt zur Realisierung der Ost-West Verbindung und somit zur Qualitätssteigerung für unsere Gäste gemacht zu haben. Jetzt schauen wir nach vorn!“

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