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seilbahn.net | Themenbereiche | Seilbahnen | 2018-03-08

Silvretta Seilbahn, Ischgl: Neue 6-er Sesselbahn Gampen geplant

Die Silvretta Seilbahn AG beabsichtigt im Jahr 2018 die 4-er Sesselbahn durch eine moderne kuppelbare 6-er Sesselbahn, deren Fahrzeuge mit Wetterschutzhauben, Sitzbankheizung sowie mit manuellem, verriegelbarem Überkopfschließbügel ausgestattet sind, zu ersetzen. Sowohl beide Stationsstandorte als auch die Trassenführung mit Stützenstandorten sind weitgehend ident zur bereits bestehenden Anlage.

Die gegenständliche Anlage wird als 6 CLD ausgeführt und für eine Förderleistung von ca. 2.800 Personen/Stunde bei einer max. Fahrgeschwindigkeit von 5,5 m/s. Insgesamt sind zur Erreichung der geforderten Förderleistung 122 Fahrzeuge (Sessel) notwendig. Die schräge Bahnlänge beträgt ca. 2.416 m und der Höhenunterschied 924 m. Bei Ausfall eines Motors kann der Betrieb mit einem Elektromotor mit reduzierter Sesselanzahl und voller Fahrgeschwindigkeit mit einer reduzierten Förderleistung von 1000 Personen/Stunde weitergeführt werden. 

Die Talstation (1924,00 m Höhe) befindet sich orographisch rechts des Fimabachs, ca. 50 m östlich der Vesilbach-Einmündung direkt am Fimbaweg inmitten von flachgeneigten Bergwiesen. Der Bahnachspunkt der Talstation ist um ca. 6 m gegenüber dem Bestand in Richtung Norden verschoben. Das Einstiegsniveau soll gegenüber der bestehenden Bahn um ca. 30 m gesenkt werden. Die Anlage soll mit einem Fahrgastförderband ausgestattet werden.

Die bestehende Talstation soll komplett abgetragen und entsprechend entsorgt werden. Es erfolgt ein lokaler Materialausgleich mit den Erdbauarbeiten der Talstation. Die Arbeiten werden Zug um Zug mit den Arbeiten an der Talstation ausgeführt.

Die Bergstation (2.848,00 m Höhe) befindet sich rund 130 m südlich der erneuerten 6-er Sesselbahn Palinkopf, knapp unterhalb des Palinkopfs, über den die Staatsgrenze Österreich-Schweiz verläuft. Das Ausstiegsniveau ist identisch mit jenem der Bestandsanlage, die Bahnachse ist um rund 3 m in Richtung Süden verschwenkt. Auch im Bereich der Bergstation erfolgt ein lokaler Materialausgleich mit den Erdbauarbeiten, welche im Zuge der Aushubarbeiten ausgeführt werden. 

Die Strecke wird mit insgesamt 21 Stück Rundrohrstahlstützen (verzinkt) errichtet. Gegenüber der zu ersetzenden Anlage benötigt die neue Seilbahn zur Seilführung um 4 Stützen weniger. Die Stützenstandorte wurden nach seilbahntechnischen, geologischen und lawinentechnischen Betrachtungspunkten festgelegt. Alle Stützenschäfte werden zur Bahnachse quer verschiebbar ausgeführt. Von der Tal- bis zur Bergstation wird entlang der Seilbahntrasse bzw. in Verlauf des bestehenden Kabelverlaufs ein Erdkabelgraben mit Daten- und Energieleitungen errichtet.

Tal- und Bergstation sind über bestehende Straßen/Wege erschlossen. Die untersten und obersten Stützen sind mittels allradbetriebenen Geländefahrzeugen erreichbar. Die übrigen Stützen werden mittels Helikopter oder temporärer Materialbahn betoniert und montiert. Es sollen keine Bauhilfswege errichtet werden. Für die maschinellen Erdarbeiten werden Raupenbagger (Stahlkettenbagger) und Schreitbagger eingesetzt.

Eine Rodung ist nicht erforderlich, da das Projektgebiet oberhalb der Waldgrenze liegt und nicht bestockt ist.

Quelle: Öffentliche Bekanntmachung Land Tirol

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