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seilbahn.net | Themenbereiche | Beschneiung | 2018-07-06

Plose: Ja zu neuem Speicherbecken für die Beschneiung

Die Landesregierung hat grünes Licht für ein neues Speicherbecken zur Beschneiung des Skigebiets auf der Plose auf 2115 Metern gegeben.

Für das 85 Hektar große Skigebiet Plose in der Gemeinde Brixen werden pro Saison rund 284.000 Kubikmeter Wasser zum Schneemachen auf den Pisten gebraucht. Die Landesregierung hat am 3. Juli dem Bau eines neuen Speicherbeckens für die Beschneiung zugestimmt. Zuvor hatte der Umweltbeirat ein positives Gutachten mit Auflagen für das neue Becken abgegeben, dem die Landesregierung gefolgt ist. Vor allem die Suche nach dem Standort hatte sich als schwierig erwiesen. Angefragt wurde das Speicherbecken, das in der Nähe des Erlebniswanderweges Woodywalk entstehen soll, von der Plose Ski AG.

"Gemeinsam ist es nun gelungen, in einer schwierigen Situation eine Lösung zu finden, die auch aus geologischer und landschaftlicher Sicht gut geht – kein Speicherbecken hätte das Aus für das Skigebiet bedeutet", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher nach der Sitzung der Landesregierung. "Damit kann für das Skigebiet Plose wie von den Wirtschaftstreibenden vielfach gefordert, eine wichtige Infrastruktur geschaffen werden, die eine gewisse Schneesicherheit garantiert", erklärte Kompatscher. Dieser Eingriff bringe somit für das gesamte Einzugsgebiet einen Mehrwert, und zwar für die Freizeitgestaltung der Menschen, den Tourismus, aber in der Folge auch für andere Wirtschaftsbetriebe", sagte der Landeshauptmann.

"Alle Flächen, die durch den Bau des Beckens und der dazugehörigen Strukturen in Mitleidenschaft gezogen werden, müssen wiederinstandgesetzt und passend zur Flora des Gebiets renaturiert werden", unterstreicht Umweltlandesrat Richard Theiner. "Befüllt wird das Becken mit Wasser aus den bereits bestehenden konzessionierten Ableitungen, und zwar den Erler-Quellen, den Schnatz-Quellen, dem Rabakbbach und dem Trametschbach", erklärt Theiner.

Das neue Speicherbecken wird ein Speichervolumen von 63.000 Kubikmetern haben und auf 2115 Metern Meereshöhe auf einer terrassenförmigen Verflachung beim Woodywalk-Wanderweg auf der Südseite der Plose Platz finden. Als Zufahrt zur Baustelle dienen bereits bestehende Wege bei Kreuztal, die entsprechend angepasst werden.

Unter den Auflagen hatte der Umweltbeirat angeführt, wie der Dammkörper und die Innen- und Außenseite beschaffen sein müssen, damit sie sich dem Geländeverlauf und der Landschaft gut anpassen. So soll der der Damm-Körper mit Mutterwerde bedeckt und mit ortstypischen Gräsern begrünt werden. Beim Bau abgetragene oder beschädigte Steinhänge müssen durch gleichwertige Anlagen ersetzt werden.

Wie vom Umweltbeirat vorgeschlagen, muss laut Beschluss der Landesregierung eine Kaution von 100.000 Euro für das Vorhaben hinterlegt werden. Außerdem müssen als Ausgleich für den Eingriff, Maßnahmen für die Verbesserung des Lebensraums der Wildtiere und für die Orientierung der Besucher im Gebiet getroffen werden.

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