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seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2018-01-08

Guter Saisonstart für die Schweizer Skigebiete

Die Schweizer Seilbahnunternehmungen sind erfreulich in die Wintersaison gestartet. Von Saisonbeginn bis Ende Dezember 2017 haben sie 36,4 Prozent mehr Gäste (Ersteintritte) gezählt als in der Vorjahresperiode. Auch gegenüber dem Fünf-Jahres-Durchschnitt steht der aktuelle Winter mit einem Gästeplus von 13,6 Prozent gut da. Dies zeigt das Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz. Mit dem schneereichen Start ist eine solide Basis für die Saison gelegt; die Chancen sind somit intakt, dass die Schweizer Skigebiete nach einer längeren Talfahrt diesen Winter wieder etwas zulegen können.

Frühe Schneefälle bis ins Flachland mit entsprechender Winterstimmung, beste Pistenverhältnisse selbst in tief gelegenen Gebieten sowie die für Arbeitstätige günstig gelegenen Feiertage haben den Start der Wintersaison 2017/18 positiv beeinflusst: Per Ende Dezember zählten die Schweizer Seilbahnen 36,4 Prozent mehr Gäste (Ersteintritte) als vor Jahresfrist. Auch im Vergleich mit dem Fünf-Jahres-Durchschnitt steht die laufende Saison mit 13,6 Prozent mehr Ersteintritten gut da. Dies zeigt die monatliche stichprobeartige Erhebung zur Saisonentwicklung von Seilbahnen Schweiz (SBS) für die Periode von Saisonbeginn bis Ende Dezember 2017.

Bei der Beurteilung der Zahlen ist zu berücksichtigen, dass der aktuelle Winterstart mit den letzten Jahren – und somit einer Serie von schneebedingt aussergewöhnlich schwachen Saisonstarts – verglichen wird. Insofern blicken wir auf einen erfreulichen, jedoch nicht rekordverdächtigen Saisonstart zurück.

Voralpen mit grösstem Plus

Zulegen konnten alle Regionen (siehe Kasten). Auffallend sind die zum Teil extrem grossen Steigerungen der Voralpengebiete. Diese Regionen hatten mit ihren tendenziell tiefer gelegenen Skigebieten in den letzten Jahren besonders stark unter den jeweils verspäteten Wintereinbrüchen gelitten. Entsprechend konnten sie nun diesen Winter mit den frühen und ausgiebigen Schneefällen sehr stark zulegen.

Vorsichtig optimistisch

«Für die laufende Saison ist nun ein gutes Fundament gelegt», sagt SBS-Präsident Dominique de Buman. Die zwei Wochen mit Weihnachten und Jahreswechsel seien für die Bergbahnen sehr wichtig, würden doch in diesen wenigen Tagen bis zu einem Fünftel des Jahresumsatzes erwirtschaftet. Willkommen sei dieser erfreuliche Saisonstart auch deshalb, weil viele Seilbahnunternehmungen in den letzten Jahren unter dem stagnierenden bis rückläufigen Wintergeschäft gelitten hätten und wirtschaftlich trotz grossem Engagement kaum vom Fleck gekommen seien, so der SBS-Präsident.

Wenn nun das Wetter an den Wochenenden und während der Sportferienwochen einigermassen mitspielt, dürfte der Winter 2017/18 positiv in Erinnerung bleiben. «Wieder mal ein zumindest normaler Winter – dies würde ich sowohl den Schneesportfans als auch den hart arbeitenden Seilbahnunternehmungen von Herzen gönnen», meint Dominique de Buman.

Einfluss der neuen Preismodelle noch nicht abschätzbar

Welchen Einfluss die neuen Angebote wie die tiefpreisigen Crowdfunding-Saisonabonnements oder die tagesvariable Preisgestaltung auf den Saisonverlauf haben, lässt sich noch nicht beurteilen. Erste Einschätzungen sind frühestens Ende Saison möglich. Und für fundiertere Aussagen dürften sogar mehrere Saisons nötig sein.


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