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seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2018-01-10

Erfolgreicher Saisonstart der Bergbahnen in Graubünden

Bis Ende Dezember besuchten gegenüber dem unterdurchschnittlichen Vorjahr 15,6 Prozent mehr Gäste die Skigebiete in Graubünden.

Bergbahnen Graubünden (BBGR), der Verband der Bündner Bergbahnen, zieht eine positive, aber auch zurückhaltende Bilanz. Dank toller Winterstimmung, Top-Pistenverhältnissen und ein paar sonnigen Tagen in der Altjahreswoche , die zahlreiche Wintersportler auf die Berge lockten, verzeichnen die Bündner Bergbahnunternehmen einen erfolgreichen Start in den Winter 2017/18. Der Verkehrsertrag nahm um 12.6 Prozent zu. 

Herausforderungen angenommen 

Nach drei schwierigen Wintern mit Frankenstärke, mangelnder Winterstimmung in Folge fehlenden Naturschnees und Herausforderungen bei der Kommunikation, ist Martin Hug, Präsident von BBGR, froh über den erfolgreichen Start der Bündner Bergbahnunternehmen: „Der Start gibt Anlass zur Hoffnung und einigen Unternehmen den notwendigen Schnauf. Das ist aufgrund des Umgangs unserer Mitglieder mit den Herausforderungen mehr als verdient‘‘. 

Der Monitor von BBGR, welcher 23 Unternehmen oder 90 Prozent des Transportumsatzes umfasst, zeigt, dass Euphorie nicht angebracht ist: die langjährigen Vergleiche vermitteln ein anderes Bild. So verzeichnen die Bündner Bergbahnen bei den Gästezahlen im bisherigen Winter 2017/18 im Vergleich zum 5-JahresDurchschnitt ein bloss durchschnittliches und im 10-JahresVergleich sogar ein negatives Ergebnis. Ähnlich verhält es sich beim Transportumsatz. Kommt hinzu, dass die Wintersaison 2017/18 in einem Grossteil der Skigebiete erst knapp ein Monat alt ist.

Schneesport trotzt der Konkurrenz 

„Ein normaler Winterstart, Top-Pistenverhältnisse und ausreichend Sonne zeigen aber, dass der Schneesport am Berg immer noch ein begehrtes Produkt ist‘‘, zeigt sich Martin Hug überzeugt. Im Vergleich zur Zeit von „alles fährt Ski‘‘ stehe der Schneesport heute einfach mit einer grösseren Fülle von anderen Angeboten im Wettbewerb und werde meist nur noch bei optimalen Voraussetzungen ausgeübt. Die Unternehmen seien in einem gesättigten Markt gefordert, den Gästen Gründe zu liefern, weshalb sie dem Schneesport frönen sollen. Moderne Transportanlagen, geheizte Sessel oder die Pistenqualität seien heute Standard. Die Unternehmen seien gefordert, Potenziale für einzigartige Erlebnisse am Berg zu schaffen oder bereitzustellen. „Eine nicht leichte, aber unbedingt zu lösende Aufgabe‘‘, so Hug weiter. 

Regionale Unterschiede 

Trotz hervorragender Schneeverhältnisse in ganz Graubünden zeigt der Monitor von BBGR im Vergleich mit dem Vorjahr regional unterschiedliche Ergebnisse. Dies ist auf die regionalen/lokalen Witterungsverhältnisse (Wind, Sichtverhältnisse etc.), die Gästestruktur der Destinationen (Bedeutung von Aufenthalts/Tagesgast) und die unterschiedlichen Ausgangslagen (Beschneiung) zurückzuführen. Markus Meili, CEO Engadin St. Moritz AG, begründet die Zahlen für das Oberengadin: „Die Gäste haben die Winterstimmung und den Neuschnee im Oberengadin sehr genossen. Der viele Schnee, Lawinengefahr und Sturm mit teilweisen Angebotseinschränkungen hielten den Ansturm auf die Oberengadiner Skigebiete jedoch in Grenzen. Powder-Fans kamen auf ihre Rechnung, Sonnenanbeter auf den Terrassen der Skihütten weniger.‘‘


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