Untitled Document

seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2018-07-18

AROSA BERGBAHNEN: JAHRESGEWINN GESTEIGERT

SCHNEEREICHER WINTER STÄRKT DEN UMSATZ UND STEIGERT DEN JAHRESGEWINN

Die Arosa Bergbahnen AG präsentiert die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2017/2018. Der aussergewöhnlich schneereiche Winter mit durchgehend besten Schneeverhältnissen bescherte dem Bergbahnunternehmen einen Umsatzzuwachs von TCHF 1‘734. Nach erfolgter Abschlussrevision und Beratung im Verwaltungsrat wird ein Jahresgewinn von TCHF 443 ausgewiesen. Mit zielgerichteten Projekten wird der Weg der qualitativen Leistungsentwicklung am Berg konsequent weitergeführt.

Die Gesamtleistung des Unternehmens liegt bei rund CHF 27,0 Mio. oder 6,4 % über dem Vorjahr. Nach einem schwachen Sommergeschäft, dem künftig mit neuen Projekten frische Impulse verliehen werden, gelang es in der dritten Austragung des Novemberhochs, die ersten Pisten am Hörnli am 11. November 2017 zu öffnen, so dass sich Arosa Lenzerheide wiederum als Frühwinter-Skigebiet positionieren konnte. Die ergiebigen Schneefälle in der ersten Saisonhälfte sorgten von Anfang an für winterliche Verhältnisse und für eine traumhafte Winter-Ferienstimmung. Die ausgezeichneten atmosphärischen Bedingungen für die technische Beschneiung wurden konsequent ausgenützt. Vor Weihnachten - und so früh wie noch nie - wurde die Schneeproduktion eingestellt. Bei den Gästen guten Anklang fanden die Neuerungen, wie das „Honigland“ Prätschli (öffentliche, kostenlose Einstiegsinsel in den Schneesport), die KuhBar als Après-Ski-Hotspot bei der Tschuggenhütte oder die „Diamond Slope“-Piste 12 am Brüggerhorn. Für den perfekten Winter fehlten die Sonnentage: nur 37 % der 141 Wintersaisontage waren mit einer Sonnenscheindauer von 4 Stunden oder mehr beglückt (langjähriger Durchschnitt = 49 % Sonnentage).

Ein griffiges Kostenmanagement mit gezielten Massnahmen – darunter gehört ein verfeinertes Produktionsprogramm zum Aufbau des Schneesportgebiets – halten den Betriebsaufwand im Lot. Daraus ergibt sich ein um CHF 1,1 Mio. höheres EBITDA als im Vorjahr (unter EBITDA versteht man den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Der Generalversammlung kann - wie schon im Vorjahr – ein solider Jahresgewinn präsentiert werden. Lorenzo Schmid, Präsident des Verwaltungsrates, zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Der Umsatzzuwachs ist zwar eher verhalten ausgefallen, dafür sind die Betriebskosten im grünen Bereich. Die EBITDA-Quote von 29,4 % der Gesamtleistung ist so hoch wie seit 2010/2011 nicht mehr.“ Der ausgewiesene Cashflow liegt bei erfreulichen TCHF 6‘883 und macht 25,5 % des Umsatzes aus. Lorenzo Schmid mag nicht von einer Trendwende sprechen, dafür bleiben die Herausforderungen im alpinen Tourismus unverändert gross. „Wir müssen uns fit machen und agil bleiben, wenn es wieder Ausschläge nach unten gibt.“

„B“-Projekte in der Umsetzung

Zur Aktivierung des Sommergeschäfts stehen zwei „B“-Vorhaben mit Signalwirkung kurz vor der Vollendung: das Bärenland bei der Mittelstation ist das Leuchtturm-Partnerschaftsprojekt von Arosa Tourismus, der Tierschutzorganisation Vier Pfoten und Arosa Bergbahnen und wird am 4./5. August 2018 offiziell eröffnet. Schon einige Tage vorher werden bei der Mittelstation mit dem Bären-Erlebnisspielplatz und dem Bären-Minigolf zwei weitere Attraktionen in Betrieb genommen. Die im Juni 2018 begonnenen Bauarbeiten für den rund 7 km langen Bike-Flowtrail am Hörnli dauern über den ganzen Sommer an. Die Eröffnung ist auf Sommer 2019 terminiert. Der Bike-Flowtrail ist ein wichtiges Element des Bike-Masterplans 2.0 von Arosa Lenzerheide. In der Zusatzschlaufe befindet sich die Planung für die neue 6er-Sesselbahn Brüggerhorn. Die nicht vorhersehbare Problematik der Grundwasser-Quellschutzzone im Bereich der Mittelstation zwangen die Bergbahnen beim Neubauprojekt 6er-Sesselbahn Brüggerhorn zu einem Marschhalt. Die Sondierbohrungen zur Fassung der Thomasquelle 1 im Berginnern starten am 16. Juli. Mit der Quellfassung soll die Gewässerschutzzone S2, die über dem ganzen Areal der Mittelstation liegt, entlassen werden. Der Bau der neuen Sesselbahn soll im Sommer 2019 realisiert werden. Ein weiteres „B“-Projekt betrifft den Ausbau der Beschneiungsanlagen mit dem Neubau der Pumpstation Promenade. Das Gemeinschaftsprojekt mit der Gemeinde Arosa hat zum Ziel, den Grundwassersee Isel für die Erhöhung der Löschwasserreserve im Gebiet Innerarosa sowie für die Verbesserung der Schneieffizienz der technischen Beschneiung zu nutzen. Die Bauarbeiten sind seit Frühling im Gang, die Anlage soll im Oktober 2018 in Betrieb gehen, so dass das Grundwasser bereits auf Winter 2018/2019 für die technische Beschneiung eingesetzt werden kann. Philipp Holenstein, Direktor der Arosa Bergbahnen AG, ist froh über die verschiedenen Projekte am Berg, die den Erlebnisraum Arosa Lenzerheide attraktiv machen. „Mit gezielten Investitionen in die Leistungsentwicklung – und es müssen nicht immer die ganz grossen Würfe sein – bleiben wir qualitativ auf hohem Niveau. Wichtig ist, dass wir nach der Planung oder vielen Worten und Taten folgen lassen können.“

Aktienkapital-Erhöhung bis September 2018 verlängert

Mit der Verschiebung des Neubaus Sesselbahn Brüggerhorn verlängert sich das Zeichnungsangebot für die an das Projekt geknüpfte Aktienkapitalerhöhung bis zum September 2018. Der Verwaltungsrat beabsichtigt, die Liberierung auch dann zu vollziehen, wenn nicht das ganze Volumen von CHF 5,4 Mio. ausgeschöpft ist. Aktuell wurden Aktien in der Höhe von CHF 2,5 Mio. gezeichnet. Die Informationen dazu finden interessierte bisherige oder neue Aktionäre im Emissionsprospekt, der auf der Website (www.arosalenzerheide.swiss/abb-ag) ersichtlich ist oder bei der Arosa Bergbahnen AG bestellt werden kann.

Zweite Etappe in der Schneesport Erlebniswelt Tschuggen

Das Honigland als kostenlose und öffentliche Einstiegsinsel in den Schneesport als erste Etappe des Mehrjahresprojekts Erlebniswelt Tschuggen begeisterte die Kleinen und Anfänger. Nun folgt der zweite Ausbauschritt, erklärt Philipp Holenstein: „Die nächste Inszenierung führt beim Skilift Tomeli direkt dem Bärenland entlang und lässt den Bär im Winter träumen. Am Skilift Ried entsteht der Bären-Snowpark. Die Bärenspuren-Suche dem Bach entlang oder im Wind ist mit verschiedenen Hindernissen gespickt.“ Laut Philpp Holenstein wollen die Bergbahnen das Skigebiet im Dorf und den Tschuggen als ideales Gebiet für den Schneesport-Nachwuchs stärker in den Fokus rücken. Das Thema Bär eignet sich perfekt, die Sommer- und Wintermonate gegenseitig zu bespielen und zu bewerben. Details dazu folgen in einer nächsten Ausgabe der Aroser Zeitung.



Zurück
Fotos hinzufügen
Kommentieren
Drucken
Email




´