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seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2018-10-12

Zermatt Bergbahnen AG reitet weiter auf der Erfolgswelle

Nach dem letztjährigen Rekordjahr kann die Zermatt Bergbahnen AG an ihrer Generalversammlung vom 29. September 2018 auf Trockener Steg erneut ein erfreuliches Ergebnis präsentieren. Trotz eines schwierigen Winters konnten die letztjährigen Rekordzahlen leicht übertroffen werden. Der Umsatz beträgt im Geschäftsjahr 2017/18 CHF 69.6 Mio., das EBITDA CHF 34.6 Mio. (49.7% vom Umsatz) und der betriebliche Cashflow CHF 30.7 Mio. (44.1% vom Umsatz). Somit ist die Zermatt Bergbahnen AG in allen Kennzahlen in der Benchmark erneut an der Spitze vorzufinden. Franz Julen löst den langjährigen Präsidenten Hans Peter Julen an der Spitze des Verwaltungsrates ab.

Erneut entwickelte sich das Sommergeschäft sehr positiv. Die Gästezahlen im Ausflugsverkehr steigerten sich um 5.3%, was sich auch auf die Sommererträge auswirkte. Die stärkste Entwicklung generierten auch in diesem Jahr wieder die asiatischen Märkte; als positive Bestätigung der intensiven Marktbearbeitung der vergangenen Jahre. Auch die vom Verwaltungsrat in der Strategie 2022 beschlossenen Ziele für die Weiterentwicklung der Sommerangebote führten im Rahmen der Umsetzung zu einer Ertragsverbesserung. So konnte der Anteil des Sommers auf 25% des gesamten Transportertrages gesteigert werden und dies auf der Basis eines sehr ertragsreichen Wintergeschäftes.

Einem äusserst erfolgreichen Sommergeschäft 2017 folgte dann ein schwieriger Winter voller Wetterkapriolen, der allen Mitarbeitenden und der Infrastruktur alles abverlangte. Die ausserordentlichen Schneefälle im Januar 2018 hinterliessen Spuren an der Infrastruktur der Zermatt Bergbahnen AG. Auch die Betriebseinstellung der Pendelbahn Blauherd-Rothorn Ende März 2018 erschwerte die Wintersaison. Doch auch unter diesen widrigen Umständen konnte das Wintergeschäft auf einem ansehnlichen Niveau stabilisiert werden. Gesamthaft schloss das Wintergeschäft ertragsmässig nur um 0.5% schlechter ab als im Vorjahr. 

Am Ende des Geschäftsjahres zeigt sich so ein neues Rekordergebnis: Der Betriebsertrag stieg von CHF 69.59 Mio. auf CHF 69.63 Mio., das EBITDA von CHF 34.35 Mio. auf CHF 34.61 Mio. und der Cashflow von CHF 30.35 Mio. auf grandiose CHF 30.68 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. Die Unternehmung nützt die hervorragende Ertragslage, um langfristig die hohen Ersatzinvestitionen und notwendigen Abschreibungen zu tätigen, sowie die Dividenden sicherzustellen. So wurden seit der Fusion 2002 rund CHF 500 Mio. in Bahn- und Schneianlagen sowie ergänzende Infrastruktur investiert, damit das Ski- und Ausflugsgebiet über moderne, kapazitätsstarke Anlagen und Angebote verfügt.

Mit dem neuen „Matterhorn glacier ride“ wird die Zermatt Bergbahnen AG die Attraktivität ihres Ski- und Ausflugsgebiets wiederum steigern. Die hochmoderne Anlage, ihrerseits die höchste 3S Bahn der Welt, führt ab Beginn der Wintersaison 2018/19 Gäste von Nah und Fern mit einer Förderkapazität von 2‘000 Personen/h von Trockener Steg auf das Klein Matterhorn. Die Investition für diese Anlage beläuft sich auf über CHF 55 Mio. und stellt somit die höchste Einzelinvestition in der Geschichte der Unternehmung dar. Die feierliche Einweihung der neuen Bahn der Superlative findet mit rund 500 geladenen Gästen direkt im Anschluss an die GV statt. 

An der GV wurde von CEO Markus Hasler auch kurz die neue Preispolitik der Zermatt Bergbahnen AG informiert. Mit der Einführung eines „Dynamic Pricings“ auf die bevorstehende Wintersaison reagiert das Unternehmen auf das veränderte Konsum- und Kaufverhalten ihrer Gäste. Anstatt wie bisher über die gesamte Wintersaison statische Skipasspreise anzubieten, verändert sich der Preis ab der Wintersaison 2018/19 für Tages- und Mehrtageskarten je nach Saisonzeit, Nachfrage und Auslastung im Skigebiet. Der Fokus der Zermatt Bergbahnen liegt dabei auf der Förderung des Online Verkaufs: So profitieren Online Bucher von einem Rabatt von mindestens 5% auf den stationären Preis. Im Rahmen von Spezialaktionen sind aber auch Reduktionen von bis zu 25% möglich.

Alljährlich werden im Rahmen der GV auch die Mitglieder des Verwaltungsrates gewählt. Der langjährige Verwaltungsratspräsident Hans Peter Julen scheidet aufgrund der Unternehmensstatuten mit dem Erreichen des 70. Lebensjahrs aus dem Verwaltungsrat aus. Während 14 Jahren als Verwaltungsrat und ab 1997 als Präsident der Rothornbahnen AG, sechs Jahren als Verwaltungsrat der Standseilbahn Sunnegga AG und weiteren 17 Jahren als Präsident der Zermatt Bergbahnen AG führte Hans Peter Julen das Unternehmen umsichtig, konsequent und erfolgreich mit viel Leidenschaft, Herzblut, politischem Gespür und Sinn für das Machbare. Ganz im Sinne eines erfolgreichen Unternehmers hat Hans Peter Julen auch seine Nachfolge frühzeitig aufgegleist. Seine Nachfolge tritt nun Franz Julen, seinerseits langjähriger CEO von Intersport International, an. Neu wurde zudem Hermann Joseph Biner in den Verwaltungsrat gewählt. Hans Peter Julen wurde von den Aktionären zum Ehrenpräsident ernannt.


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