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seilbahn.net | Themenbereiche | Tourismus | 2017-06-14

Bergbahnen Fieberbrunn: Europas erster digitaler Wanderweg

1 Naturgebiet – 10 Stationen – 100 Minuten – Wanderspaß für die ganze Familie mit Gratis-App

Ab sofort ist der „Alleskönnerberg Wildseeloder“ in Fieberbrunn um eine Attraktion reicher: Europas erstem digitalen Rundwanderweg. Die Idee ist so einfach wie genial: Auf einer Gehstrecke von 100 Minuten inmitten der Tiroler Bergwelt bekommen die Wanderer per kostenloser Smartphone-App an jeder der insgesamt 10 Stationen Wissenswertes und unterhaltsame Informationen über Flora und Fauna am Wildseeloder. Museum goes wild ist eine europaweite Innovation, entstanden in einer Kooperation der Tiroler Landesmuseen mit den Bergbahnen Fieberbrunn und mit Unterstützung des Regionalmanagements regio3. 

Wandern ist bei Alt und Jung voll im Trend, jedoch nicht immer ganz zum Vergnügen der Kinder, die ihre Freizeit lieber vor dem Computer verbringen. Der neue digitale Rundwanderweg Museum goes wild bietet beides: Bewegung in der Natur und abwechslungsreiches Infotainment am Smartphone. Das Wandern wird dabei nicht ersetzt, sondern digital bereichert.

„Gute Ideen entstehen oft dann, wenn Leute ins Reden kommen“, erklärt Toni Niederwieser, Geschäftsführer der Bergbahnen Fieberbrunn, den Ursprung von Museum goes wild. „Der Direktor der Tiroler Landesmuseen, PD Dr. Wolfgang Meighörner, und ich philosophierten über die Möglichkeiten das umfangreiche Wissen, das in den Depots der Tiroler Landesmuseen schlummert, den Menschen, die das Naturerlebnis der Berge suchen, zu vermitteln.“ Laut Meighörner kreuzten sich so zwei Ideen: „Die TLM haben schon seit langem immer wieder Kontakte in die für Tirol so wichtige Seilbahnbranche gesucht. Die Koinzidenz für diese, nur scheinbar weit auseinanderliegenden, Bereiche war offenkundig und so haben wir gerne unsere jeweiligen Fähigkeiten in diesem wunderbaren Projekt gebündelt.“

Ein Weg, der Jung und Alt begeistert

Aus der Idee wurde rasch eine konkrete Kooperation der Bergbahnen Fieberbrunn und der Tiroler Landesmuseen, die mit Unterstützung des Regionalmanagements regio3 als EU-gefördertes LEADER-Projekt den einmaligen Wanderweg realisiert haben.
Von der Talstation der Fieberbrunner Bergbahnen erreichen wissenshungrige Wanderer per Gondel in knapp 20 Minuten die Bergstation des Lärchfilzkogels. Ab dort startet dann die App-unterstützte Rundwanderung. Die notwendige App kann man zu Hause (www.museumgoeswild.at) oder auch an den mit WLAN ausgestatteten Liftstationen der Bergbahnen Fieberbrunn herunterladen.

Von Gebirgen auf Reisen und Natur-Klonen

An 10 Station erfahren die Bergwanderer Wissenswertes und Überraschendes über Flora, Fauna und Geologie rund um den Wildseeloder, zum Beispiel wie ein ganzes Gebirge auf Reisen gehen kann, wie Klonen in der Natur funktioniert, warum Pflanzen echte Verräter sein können und vieles mehr. Sämtliche Inhalte basieren auf dem fundierten Expertenwissen der Wissenschaftler der Tiroler Landesmuseen.
 
Die 10 Stationen sind mit schlichten Säulen im Gelände gekennzeichnet und fügen sich bewusst unauffällig in die Natur ein. Die Informationen der ersten Station hat man mit dem Download der App gleich verfügbar. Nur der fleißige Wanderer wird mit den tollen Wissensinhalten der übrigen neun Stationen belohnt. Nähert man sich mit der geöffneten App einer Station auf 20 Meter, werden die unterhaltsamen Informationen auf dem Handy automatisch freigegeben.  Hat man alle zehn Stationen besucht, erhält man einen Code, mit dem man sich an der Talstation der Bergbahnen Fieberbrunn eine kleine Belohnung abholen kann.

Auch für Stärkung mit regionalen Spezialitäten ist gesorgt

An der vierten Station hat man in unmittelbarer Umgebung die Möglichkeit, sich zu stärken. So bietet das Wildalm-Besucherzentrum typische Spezialitäten und Käsesorten aus der Region an. Von hier ist auch ein Abstecher zum Wildseelodersee möglich, der zu einem der schönsten Seen der Alpen zählt und wo die Wildseeloderhütte zur gemütlichen Jause einlädt.

Naturwissenschaftliche Kompetenz erlebbar gemacht 

Durch die innovative App wird die naturwissenschaftliche Fachkompetenz der Tiroler Landesmuseen einem breiten Publikum zugänglich gemacht. „In den Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen sind ExpertInnen der Disziplinen Botanik, Zoologie und Erdwissenschaften tätig, die ihr Wissen mit großer Begeisterung auch außerhalb eines musealen Kontextes an Interessierte weitergeben wollen. Und wenn die Vermittlung dann noch auf humorvolle Weise von statten geht, wie es bei der neuen App der Fall ist, kommen wir unserem Anspruch, Bildungserwerb zu unterstützen, bestens nach,“ freut sich PD Dr. Meighörner, Direktor der Tiroler Landesmuseen. In den umfangreichen Depots der Tiroler Landesmuseen schlummern übrigens noch viele Wissensschätze, die nur darauf warten, im Rahmen der Kooperation gehoben und für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht zu werden. 

Innovation durch Förderung

Das Projekt „Museum goes wild“ wurde gemeinsam mit dem Regionalmanagement regio3 als EU-gefördertes LEADER-Projekt ins Leben gerufen. Im Sinne der Belebung der Region und des Ausbaus des touristischen Angebots wurde der derzeit innovativste Rundwanderweg Europas entwickelt. Toni Niederwieser ist vom Potential und der Innovationskraft des Projekts voll überzeugt: „Wir verbinden die Schönheit der Natur auf sensible Weise mit den innovativen, technologischen Möglichkeiten unserer Zeit und schaffen einen ganz neuen Erlebniswert für unsere Besucher und somit für unsere ganze Region. Ein echtes Highlight in unserem Angebot für Jung und Alt.“ 

ÜBER DIE REGION WILDSEELODER

Fieberbrunn ist eine der vielseitigsten Erlebnisregionen Tirols. Im Herzen der Region thront der Hausberg der Fieberbrunner, der „Wildseeloder“. Der „Alleskönnerberg“ bietet ein umfangreiches Freizeitangebot für jeden Geschmack. Gleich fünf verschiedene Klettersteige bieten Familien und Actionliebhaber gleichermaßen ein außergewöhnliches Naturerlebnis. Neben wildromantischen Wanderwegen und atemberaubenden Panoramen hat Mutter Natur auf fast 2.000 m ein besonderes Juwel hingezaubert: Den Wildseelodersee, der wohl schönste Bergsee der Alpen. Dieser ist vom Lärchfilzkogel aus über einen gut ausgebauten Familienwanderweg in ca. 1,5 Stunden erreichbar. Wer es etwas ruhiger angehen will, schlägt die Route zum Blumenweg ein. Begleitet von zahlreichen unter Naturschutz stehenden Alpenblumen und den weißen Tauern in der Ferne gelangt man bis zum Reckmoos. Zurück zur Wildseeloderhütte geht’s auf dem neu ausgebauten Gamssteig, von wo aus der Maueracker bewundert werden kann – ein naturbelassenes Kleinod, das vom Reckmoos in den schönen Bergkessel führt. Actionfans und Entdeckergeister sind auf Timoks Alm – dem Familienhit direkt an der Mittelstation Streuböden – goldrichtig: Während es mit dem coolen Timoks Alpine Coaster rasant über „Kaiserwelle“, „Riesenschlange“ und „360°-Karussell“ bergab geht, gilt es in Timoks Abenteuerpfad mit Konzentration, Ausdauer und Teamgeist zu brillieren und somit dem kleinen Timok zu helfen, die Wilderer in die Flucht zu schlagen. Timoks Waldseilgarten, der Kletterpark und das Damwildgehege warten auch darauf, entdeckt zu werden. 

ÜBER DIE TIROLER LANDESMUSEEN

Mit ca. 2,6 Millionen Einzelobjekten verwalten die Naturwissenschaftlichen Sammlungen heute die umfangreichsten Sammlungsbestände der Tiroler Landesmuseen. Die Sammlungen sind eine wesentliche Grundlage für die Landesdokumentation und den Schutz der Flora und Fauna des Alpenraums, besonders des Gebiets Alt-Tirol. Die Sammlungen setzen sich aus den Bereichen Erdwissenschaften, Botanik und Zoologie zusammen.  Neben der Sammlungs- und Archivierungsarbeit stellt die aktive Forschung einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt der Naturwissenschaftlichen Sammlungen dar. Der Hauptfokus dieser Tätigkeiten liegt dabei auf Tirol und dem Alpenbogen sowie faunen- und florengeographisch verwandten Regionen Europas.  Die von den MitarbeiterInnen geleistete Wissensvermittlung in Form von Ausstellungen, Führungen und Workshops ist ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich. 

ÜBER DAS LEADER-KONZEPT UND REGIO3

Das LEADER-Konzept hat sich seit dem EU-Beitritt im Jahr 1995 als erfolgreiches Modell der Regionalentwicklung etabliert und bewährt. Mit der Periode 2014 - 2020 bekommt die lokale Entwicklung auf Basis von Bottom-up-Entscheidungen noch mehr Bedeutung und wird in der Verordnung zum „Gemeinsamen strategischen Rahmen“ verankert. Unter dem Begriff „community-led local development“ (CLLD) können somit alle Europäischen Struktur- und Investitionsfonds ihre Politik auch im Rahmen regionaler Aktionsgruppen (Leader Aktions Gruppen /LAG) umsetzen. 
Das Regionalmanagement regio3 Pillerseetal-Leukental-Leogang stellt eine solche Aktionsgruppe dar. Das Regionalmanagement regio3 ist nur einer von mehreren der Tiroler Regionalmanagementsvereine. Diese freiwilligen Zusammenschlüsse auf regionaler Ebene verfolgen eine zielgerichtete Zusammenarbeit der Regionen mit Land, Bund und EU und fördern die strategische Ausrichtung der Regionalentwicklung. Sie arbeiten themenübergreifend unter Einbindung einer breiten Palette an Akteuren und Zielgruppen mit dem Ziel hoch entwickelte Regionen mit hoher Lebensqualität zu schaffen.

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