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seilbahn.net | Themenbereiche | Tourismus | 2017-07-11

Tiroler Tourismus befürwortet Olympia-Bewerbung für 2026

Am 15. Oktober stimmt Tirols Bevölkerung über die mögliche Durchführung Olympischer Winterspiele 2026 ab. Führende Branchenvertreter sprachen sich beim Tourismusforum der Tirol Werbung im Congress Igls klar für eine Bewerbung aus. 

Die von PROPROJEKT und AS+P mit den regionalen Projektpartnern Management Center Innsbruck (MCI) und Solid – Event, Management und Consulting GmbH durchgeführte Machbarkeitsstudie stellt die Grundsätze der Nachhaltigkeit und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit in den Mittelpunkt. Aufgrund der vorhandenen Sportstätten, der Verkehrsinfrastruktur und vieler anderer günstiger regionaler Rahmenbedingungen sei nach Auffassung der Experten das Potential vorhanden, um Wegbereiter für nachhaltige und moderate Olympische und Paralympische Winterspiele 2026 sein zu können. Die bei der Studie unter anderem mitwirkenden Autoren Hubert Siller (MCI) und Ralf Roth (Sporthochschule Köln) bekräftigten im Rahmen des Tourismusforums diese Einschätzung: Das Sport- und Tourismusland Tirol könnte herausragende Spiele in einem regional tragfähigen Format unter Anwendung höchster ökologischer und sozialer Standards umsetzen.
 
Vorreiter für moderne und moderate olympische Winterspiele

Die ausgewählten Wettkampfstandorte seien ausschließlich bestehende Sportstätten mit internationaler Leuchtkraft oder temporäre Anlagen. Der vollständige Verzicht auf  teure Neubauten führe im Vergleich zu aktuellen Austragungsorten zu erheblich geringeren olympiabedingten Eingriffen in den Naturhaushalt, einer wirtschaftlich tragfähigen Nachnutzung und einem akzeptablen Kostenrahmen. „Olympia ist die größte touristische Veranstaltung der Welt. Innsbruck und Tirol hätten die Qualität und das Verantwortungsbewusstsein mit einem konsequent nachhaltigen Konzept eine Vorreiterrolle für moderne Olympische und Paralympische Winterspiele zu übernehmen“, betonte Roth.

Und Siller hob die positiven Werbe- und Wirtschaftseffekte hervor: „Tirol ist heute ein weltweit führendes Tourismusland mit einem touristischen Konsum von rund 9 Milliarden Euro.“ Nicht zuletzt mit den Olympischen Spielen 1964 und 1976 in Innsbruck wäre ein Grundstein hierfür gelegt worden. „Die Olympischen Spiele waren ein zentraler Treiber für die erfolgreiche Tourismusentwicklung in Tirol. Auch 50 Jahre später hätte Tirol sehr gute Voraussetzungen für die Durchführung regionaler Olympischer Winterspiele.“

Tirols Tourismus spricht sich für Olympia 2026 aus

Auch führende Sport- und Tourismusvertreter sehen in einer möglichen Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2026 eine Chance, insbesondere da große Erfahrungen im Dienstleistungs- und Eventbereich sowie generell eine hohe Servicequalität in Tirol bereits vorhanden wären.

Benni Raich, zweifacher Olympiasieger und dreifacher Weltmeister: „Der Gigantismus bei Olympischen Spielen ist die Vergangenheit, Tirol steht für einen neuen Weg. Ich hoffe, dass das eine Chance hat, weil es gerade auch für unsere Kinder und die Jugend unvergessliche Impulse wären.“

Josef Margreiter, GF der Tirol Werbung: „Die Olympiageschichte war Grundlage für die Bekanntheit und den Erfolg unseres Landes. Eine neuerliche Bewerbung mit einem neuen Konzept und einem eigenen Tiroler Weg wäre ein regionales Fitnessprogramm, von dem wir nachhaltig profitieren können.“

Alfons Parth, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Tiroler Tourismusverbände & Obmann TVB Paznaun-Ischgl: „Wir leben noch heute vom Ruf als Austragungsort von Olympischen Winterspielen. In Tirol wird der Wintersport zelebriert und damit sind wir gerade wegen unserer hervorragenden Infrastruktur besonders geeignet.“

Mario Gerber, Fachgruppenobmann der Hotellerie in der WK Tirol: „Wir können ein Zeichen in der Welt setzen, das ist eine Jahrhundertchance. Vorausgesetzt das Tiroler Angebot wird international möglich und wir können damit wirklich Vorreiter für neue Spiele werden, wirtschaftliche Vernunft walten lassen und die Sportler wieder in das Rampenlicht setzen.“

Johannes Entner, Obmann TVB Achensee: „Die Studie belegt, dass alle zentralen Anforderungen erfüllt werden können – unter der Voraussetzung, dass Olympische Winterspiele unter neuen Rahmenbedingungen durchgeführt werden können. Die hohen Investitionen vergangener Spiele sind dann nicht notwendig.“

Oliver Schwarz, GF Ötztal Tourismus: „Olympia ist eine Möglichkeit, um unser Land in der Welt mit positiven Emotionen wieder frisch zu positionieren. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sprechen eine eindeutige Sprache und sind nachvollziehbar. Und auch wenn das Ötztal als Wettkampfort nicht direkt eingebunden ist – Olympia ist viel größer und eine Chance für das ganze Land.“

Karin Seiler-Lall, GF Innsbruck Tourismus: „Das vorliegende Konzept, das sich aus der Machbarkeitsstudie herauslesen lässt, ist überzeugend. Und die Argumente rund um die Zielsetzungen von kleineren Spielen sowie ökonomischer wie ökologischer Nachhaltigkeit sprechen dafür. Jetzt geht es um ehrliche Information und Fakten, denn neuerliche Olympische Winterspiele wären ein Alleinstellungsmerkmal, aber auch ein Akzent für die junge Generation im Land.“
Martin Ebster, GF TVB St. Anton am Arlberg: „Wenn es tatsächlich stimmt, dass bei den Olympischen Winterspielen wieder der Sport in den Mittelpunkt rückt und statt Gigantismus wirklich redimensioniert wird, dann gibt es keinen besseren Ort. Tirol hat die Sportstätten, die Verkehrsinfrastruktur und das Wissen um die Organisation solcher Großereignisse. In Summe ist das für Tirol eine unfassbar große Chance.“

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