seilbahn.net | Themenbereiche | Beschneiung | 2026-03-25

Studie: Wassermanagement in Schweizer Skigebieten

Mit der abnehmenden Schneesicherheit aufgrund der Klimaerwärmung wird die technische Beschneiung in Skigebieten immer wichtiger. 
Im Zentrum der Studie standen daher drei Fragestellungen: 

1) Steht gegenwärtig und zukünftig genügend Wasser zur Verfügung, um die Nachfrage nach technischer Beschneiung zu decken?, 
2) Führen die Klimaerwärmung und der vermehrte Wasserbedarf der Skigebiete zu Konflikten mit anderen Wassernutzenden oder Ökologie? sowie 
3) Wie können allfällige Wasserkonflikte gelöst werden? Unter der Leitung von Seilbahnen Schweiz und in Zusammenarbeit mit Experten wurden exemplarisch die zwei Skigebiete Bivio und Belalp untersucht.

Die technische Beschneiung beansprucht mit rund 1 % des jährlichen Gesamtwasserverbrauchs der Schweiz deutlich weniger Wasser, als oft vermutet wird. Dennoch fallen sowohl die kurze Einsatzperiode (Nov./Dez.) als auch die räumliche Konzentration ins Gewicht, da sie zu einem kurzfristig und lokal sehr hohen Wasserbedarf führen. Mit der Studie konnte eine Methodik erarbeitet werden, um das Wassermanagement in Skigebieten zu analysieren. Neben der Wassermenge sind für die technische Beschneiung auch die Temperatur und die Infrastruktur ausschlaggebend, um in einer kurzen Zeitperiode ausreichend technischen Schnee produzieren zu können. Für die Anwendung der Methodik ist die Verfügbarkeit von Daten - sowohl hydrologischen wie auch klimatischen - sowie die Zusammenarbeit der Seilbahnunternehmen, Skiegebiete und Fachexperten entscheidend. Es ist deshalb wichtig, sich frühzeitig mit künftigen Entwicklungen auseinanderzusetzen, um mögliche Konfliktsituationen früh zu erkennen und zu vermeiden. Die entwickelte Methodik unterstützt diesen Prozess, indem sie eine faktenbasierte Argumentation und Zusammenarbeit ermöglicht.

Bericht Wassermanagement von Skigebieten >>>>


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