seilbahn.net | Themenbereiche | Beschneiung | 2026-05-13
Klaus Nußbaumer, Lech Bergbahnen: Investition in Schneesicherheit zahlt sich ausDie Lech Bergbahnen AG produzierte im letzten Winter 31,5 % mehr technischen Schnee als im Vorjahr, das bei kaum gestiegenem Energieverbrauch. Das funktioniert dank gezielter Investitionen in die Beschneiungsinfrastruktur. Der Ausbau wird im Sommer 2026 konsequent fortgesetzt.
Die Wintersaison 2025/26 war in weiten Teilen des Alpenraums von unterdurchschnittlichen Naturschneemengen geprägt. Für die Lech Bergbahnen AG hat sich in diesem Winter eindrucksvoll gezeigt, dass die konsequente Investition des vergangenen Jahres in die technische Beschneiung die richtige Strategie war: Insgesamt wurden rund 750.000 m³ technischer Schnee produziert – das entspricht einem Plus von 31,5 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stieg der Energieverbrauch lediglich um rund 13 %, was die deutlich gestiegene Effizienz der modernen Anlagen belegt. Der gesamte Stromverbrauch für die Beschneiung in Österreich beträgt nur 0,3% des Gesamtverbrauchs. Davon kommen in Lech nahezu 100% aus erneuerbaren Quellen. Auch das Wasser, das verwendet wird, fließt ohne Zusätze wieder in den Kreislauf zurück. „Diese Wintersaison hat gezeigt, wie entscheidend eine leistungsfähige Beschneiungsinfrastruktur ist.
Wir konnten unseren Gästen trotz schwieriger Ausgangsbedingungen vom ersten bis zum letzten Tag gute Pistenverhältnisse bieten – und genau das ist unser Anspruch. Besonders positiv wirkte sich dabei der im Sommer 2025 abgeschlossene erste Ausbauschritt aus. Es wurde in die Leistungsfähigkeit der Anlage investiert. Dazu wurde das Hauptpumpwerk auf die neue Leistung ausgerichtet, das Leistungsnetz erneuert und ausgebaut. Um die optimale Grundlage zu schaffen, hat die Lech Bergbahnen AG in den vergangenen beiden Jahren in 80 neue Schneeerzeuger der Firmen Supersnow und DEMACLENKO investiert. Diese sind rund 40 Prozent energieeffizienter und im Goldton passend zu den Unternehmensfarben. Auch in diesem Jahr kommen neue Schneeerzeuger und Schnei-Lanzen dazu, um die Herausforderungen von schneearmen Wintern deutlich besser abfedern zu können.
Weiterer Ausbau im Sommer 2026
Wir setzen den eingeschlagenen Kurs konsequent fort. In diesem Sommer werden weitere 5 Millionen Euro investiert und es folgt Teil zwei der Bauarbeiten rund um die Leitungen am Schlegelkopf, womit die Beschneiungsleistung in Richtung Kriegerhorn und Steinmähder in der nächsten Wintersaison verdreifacht sein wird.
| |