seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2026-07-31

Dolomiti Superski stellt die Weichen für die Zukunft – Andy Varallo als Präsident bestätigt

Bei ihrer Vollversammlung im Juli 2026 hat die Generalversammlung von Dolomiti Superski die Führungsgremien für die Amtsperiode 2026–2029 neu bestellt. Während Andy Varallo für eine dritte Amtszeit als Präsident bestätigt wurde, gibt es im Verwaltungsrat sowie im Rechnungsprüferkollegium mehrere personelle Veränderungen.

St. Ulrich/Runggaditsch – Auch in den kommenden drei Jahren wird Andy Varallo die Geschicke von Dolomiti Superski leiten. Der 46-jährige Seilbahnunternehmer aus Alta Badia steht damit bereits zum dritten Mal in Folge an der Spitze der größten Skidestination Europas. Die Generalversammlung, die am 24. Juli 2026 am Hauptsitz in St. Ulrich/Runggaditsch zusammentrat, bestätigte ihn einstimmig im Amt. Zum neuen Vizepräsidenten wurde der 52-jährige Daniele Dezulian, Präsident der SIT Canazei, gewählt. Dem Verwaltungsrat gehören weiterhin Siegfried Pichler (Val di Fiemme–Obereggen), Zeno Kastlunger (Kronplatz), Andreas Schenk (Gröden–Seiser Alm) sowie Past President Sandro Lazzari an. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Sergio Prà (Civetta), der als Vertreter der Skigebiete des Venetos auf Marco Zardini (Cortina d'Ampezzo) folgt.

Das Rechnungsprüferkollegium setzt sich aus den wiedergewählten Giuseppe Zorzi und  Valeria Ghezzi, sowie dem Neuzugang Walter Holzer (3 Zinnen Dolomites) zusammen.

In seinem Tätigkeitsbericht zog Andy Varallo eine Bilanz der vergangenen drei Jahre, die für den Verband der Dolomiten-Seilbahngesellschaften von einer tiefgreifenden Weiterentwicklung geprägt waren. Zwei Meilensteine standen dabei im Mittelpunkt: das 50-jährige Gründungsjubiläum von Dolomiti Superski im Jahr 2025 sowie die bedeutende Rolle der Organisation bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026.

Wie Varallo hervorhob, ist es gelungen, den Übergang von der Zeit nach der Pandemie in eine neue Phase der Konsolidierung erfolgreich zu gestalten. Grundlage dafür waren eine moderne Governance, konsequente Digitalisierung und ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Neue Produkte für die Gäste, innovative Technologien und die Weiterentwicklung der Organisationsstruktur schaffen beste Voraussetzungen, um das föderative Konsortialmodell langfristig zu stärken und zukunftssicher aufzustellen.

Zu den wichtigsten Ergebnissen der vergangenen Amtsperiode zählt die noch engere Zusammenarbeit der zwölf Talschaftskonsortien. Ebenso wurde das föderative Organisationsmodell bestätigt – jenes Erfolgsmodell, das wesentlich dazu beigetragen hat, die Dolomiten international als einheitliche Tourismusdestination zu positionieren. Großen Stellenwert misst Varallo auch der Weiterentwicklung des Marketings bei. Im Mittelpunkt steht heute nicht mehr ausschließlich das Skifahren, sondern das emotionale Gesamterlebnis Dolomiten. Authentisches Storytelling, digitale Kommunikation und ein immer direkterer Dialog mit den Gästen bilden die Grundlage dieser Strategie.

Parallel dazu wurden die digitale Plattform, der Customer Service sowie die Systeme zur Datenanalyse kontinuierlich ausgebaut. Gleichzeitig hält Künstliche Intelligenz zunehmend Einzug in betriebliche Abläufe und Serviceleistungen und eröffnet neue Möglichkeiten für Effizienz und Kundenorientierung.

Mit diesen Voraussetzungen richtet Dolomiti Superski den Blick auf die kommenden Jahre. Zu den strategischen Schwerpunkten zählen die Gewinnung einer neuen Generation von Wintersportlern, die Individualisierung des Angebots durch digitale Anwendungen und CRM-Systeme (Customer Relationship Management – ein System zur strukturierten Pflege der Beziehungen zu bestehenden und potenziellen Gästen), die Einführung des Smartpass – des Skipasses auf dem Smartphone –, der weitere Ausbau des Sommerproduktes Dolomiti Supersummer, die Entwicklung von Dolomiti Superski zu einem ganzjährigen Anbieter von Bergerlebnissen und nicht zuletzt die noch stärkere Fokalisierung auf die „glaubhafte“ Nachhaltigkeit, also auf die Implementierung aller technisch möglichen Maßnahmen, um den Impact der Branche auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Ziel ist es, das Angebot kontinuierlich zu erweitern, neue Aus- und Weiterbildungsinitiativen zu entwickeln und die Rolle des Konsortiums entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette weiter auszubauen.

An Herausforderungen wird es auch künftig nicht fehlen. Gleichzeitig hat Dolomiti Superski in den vergangenen fünf Jahrzehnten eindrucksvoll bewiesen, dass „Innovation, Zusammenarbeit, kontinuierliche Investitionen und Nachhaltigkeit die tragenden Säulen sind, auf denen wir die Zukunft von Dolomiti Superski aufbauen. Ziel ist es, unsere internationale Spitzenposition weiter auszubauen und den Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte mit Zuversicht zu begegnen“, so der wiedergewählte Präsident Andy Varallo.


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