seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2026-08-04

Bergbahnen Beckenried-Emmetten: Aufbruch in die Zukunft

Arbeitsplätze sichern, Wertschöpfung steigern

Die Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG stehen vor einem strategischen Wendepunkt. Die geplanten Projekte machen die Klewenalp-Stockhütte attraktiver und kompetitiver, verbessern die Wertschöpfung und reduzieren die externen Risiken. 

Die Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG haben sich in den vergangenen Jahren organisatorisch und operativ gezielt weiterentwickelt. Heute präsentiert sich das Unternehmen als stabil geführte, mit professionell strukturierter Organisation und klarer strategischer Ausrichtung. Auf dieser Grundlage verfolgt das Management eine konsequente Weiterentwicklung. 

Mit einer effizienten Beschneiung, einer modernen Verbindung zwischen Stockhütte und Klewenalp und neuen attraktiven Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurant fördern wir einen lebendigen Erlebnisraum. 

Wettbewerbsfähigkeit sichern

Touristische Orte, die nicht in die Weiterentwicklung investieren, riskieren, Gäste an innovativere Destinationen zu verlieren. Die Erfahrung zeigt, das Fehlen von guter Gastronomie und Unterkunftsangeboten langfristig zu einem Attraktivitätsverlust und weniger Gästen führen kann.

Solide Finanzierung über mehrere Säulen

Die von der BBE AG getragenen Projekte – Beschneiung (13.3 Mio.), Erweiterung Pistenfahrzeughalle (1.8 Mio.) und Sessellift (10.5 Mio.) – kosten zusammen rund 25.6 Millionen Franken. Finanziert werden sie über eine Aktienkapitalerhöhung, eigene Mittel, Beiträge von Gönnerinnen und Gönnern sowie Fremdkapital von Gemeinden, Korporationen, Banken, Privaten und vom Kanton im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) des Bundes. Das Fremdkapital wird gemäss Plan von 18 Millionen Franken (2028) bis im Jahr 2043 auf 3 Millionen abgebaut.

Technische Beschneiung - das Herzstück der Investitionen

Diese Investition wirkt unmittelbar risikomindernd und stabilisierend auf die Ertragsbasis. Die technische Beschneiung ist das zentrale Fundament für die zukünftige wirtschaftliche Stabilität der Destination. Der Winter ist und bleibt das finanzielle Rückgrat der Unternehmung.

Der Wintertourismus bringt rund 65 Prozent unseres Geschäfts. Somit ist er das Fundament der BBE AG – und damit auch ein zentraler Pfeiler für Hotels, Restaurants, Skischulen und das Gewerbe in Beckenried, Emmetten und der Region. Genau dieser Pfeiler gerät durch den Klimawandel zunehmend ins Wanken. Für eine langfristige und nachhaltige Existenzsicherung der BBE AG, sind 100 Tage Skibetrieb nötig. 

Risiko „Winter“ reduzieren
Die Technische Beschneiung sichert die wirtschaftliche Zukunft der Bergbahn. Sie reduziert nicht nur das finanzielle Klumpenrisiko «Winter», sondern auch die Abhängigkeit von natürlichen Schneefällen. Die meteorologischen Voraussetzungen (Kälte) für eine 3-tägige Einschneiung des vorgesehenen Gebietes auf der Klewenalp, waren in den letzten 20 Jahren immer problemlos gegeben.     

Planungssicherheit schaffen
Eine technische Beschneiung ist kein Luxus, sondern eine Versicherung gegen das Wetter. Sie sorgt dafür, dass der Skibetrieb pünktlich startet und auch in milderen Phasen offen bleibt. Das schafft Planungssicherheit – für die Gäste und für alle Betriebe, die auf verlässliche Saisons angewiesen sind.

Nur 3 Tage für die Einschneiung
Wichtig zu wissen: Es geht nicht darum, den ganzen Winter durchgehend Schnee zu produzieren. Ziel ist eine solide Schneegrundlage zu Saisonbeginn – die sogenannte Einschneiung. Drei Tage mit den richtigen Temperaturen reichen für die geplanten 200'000 Quadratmeter. Moderne Anlagen produzieren bereits ab minus zwei Grad Celsius, und die meteorologischen Daten der letzten 20 Jahre zeigen klar: Solche Bedingungen treten auf der Klewenalp (1600 bis 2000 m. ü. M.) regelmässig und verlässlich auf. Technischer Schnee ist zudem dichter und robuster als Naturschnee – er hält länger, auch bei wärmeren Phasen.

Die Beschneiung „verbraucht“ das Wasser nicht 
Beschneit werden die Hauptpisten Klewenboden, Ergglen, Junior und Klewenstock samt neuer Trainingspiste sowie der Verbindungsweg ins Ängi-Tal. Das Wasser stammt aus dem Ausgleichsbecken «Napf», das vom Lielibach, Mühlebach und Ischenstollen gespeist wird. Das System verbraucht das Wasser nicht – im Frühling fliesst der Schnee als Schmelzwasser in den natürlichen Kreislauf zurück.

Zeitplan / Meilensteine
Baugesuch an Gemeinde Beckenried einreichen: Q2 2026
Finanzierung sicherstellen: Q4 2026
Bewilligung (Prognose): Q4 2026
Geplanter Baubeginn: Q2 2027
Inbetriebnahme Teilbereich: Q4 2027 

Investitionen
CHF 13.3 Mio. - Technische Beschneiung (Klewenalp)
CHF 1.8 Mio. - Erweiterung Fahrzeug- u. Infrastrukturhalle (Klewenalp) 

Sessellift – für den Zusammenhalt zweier Teilgebiete

Grundlage für einen durchgehenden attraktiven Erlebnisraum

Die Anlage schafft die Grundlage für eine moderne, leistungsfähige und ganzjährig nutzbare Infrastruktur. Die Verbindung Stockhütte-Twäregg-Ängi ist für einen geschlossenen Ski- und Erlebnisraum wichtig und leitet die Gäste zum gesamten Angebot. 

Modernisierung mit Möglichkeit zur Ganzjahresnutzung
Die Gondelbahn Emmetten-Stockhütte ist ein zentraler Zubringer und verteilt die Anreise ins ganze Ski- und Wandergebiet auf zwei Achsen, was Engpässe bei der Pendelbahn Beckenried verhindert. Die Anlage erhöht die Förderleistung, verkürzt die Wartezeiten und ersetzt zwei Skilifte. Ein Sessellift sichert einen durchgehenden, attraktiven Erlebnisraum und bildet gleichzeitig die Grundlage für eine mögliche Ganzjahresnutzung (z.B. Biker, Wanderer).

Zeitplan / Meilensteine
Machbarkeitsstudie (Garaventa): Q3.2026
Finanzierung sicherstellen: Q4.2026
Vorprojekt mit technischem Konzept: Q4.2026
Eingabe Baubewilligung: Q2.2027
Baustart: Q2.2028

Investitionen
CHF 10.5 Mio. - Sessellift (Stockhütte-Twäregg-Ängi) 

Essen, Trinken, Übernachten – ein Projekt mit Sogwirkung

Wer länger bleibt, erlebt mehr

Die gesicherte Finanzierung dieses Projekts setzt einen konkreten und sichtbaren Entwicklungsschub für die gesamte Destination. Neue und attraktive Hospitality Infrastruktur bringt ein Wikkelhouse Village mit 13 Einheiten und 52 Betten, zwölf Ferienwohnungen mit 40 Betten, ein Sportgeschäft, ein Bistro und ein modular nutzbares Restaurant mit 80 bis 100 Plätzen.

Steigerung der Attraktivität und Wertschöpfung
Die modernen und einzigartigen Wikkelhäuser und die zur touristischer Nutzen vorgese-henen Wohnungen sprechen neue Zielgruppen an und erhöhen die Aufenthaltsqualität und -dauer. Eine zeitgemässe Infrastruktur trägt dazu bei, sowohl den Winter- als auch den Sommertourismus in der Region zu stärken. Die Destination wird für Familien, Gruppen und Individualreisende attraktiver.

Neue Angebote, neue Gäste
Die attraktive Infrastruktur bildet die Basis für zahlreiche neue zeitgemässe Erlebnisse wie z.B. Themen-, Natur-, Genuss- und Familienangebote und viele andere. Damit werden auch neue Gäste wie Reisegruppen, Firmen, Hochzeiten, Seminare usw. auf die Klewenalp kommen. 

Zeitplan / Meilensteine
Baueingabe: 06.2026
Baufreigabe / Start Bauphase: 06.2027
Inbetriebnahme: 04.2028

Investitionen
Finanzierung durch die Tinoph AG, Christoph Schoop

https://www.klewenalp.ch/



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