seilbahn.net | Themenbereiche | Seilbahnen | 2026-09-07

Dorfbahn Schröcken: Bericht über aktuellen Stand

Auszug Niederschrift über die 10. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung Schröcken

Der Bürgermeister gibt einen Überblick über den aktuellen Stand hinsichtlich Dorfbahn Schröcken. Zum einen der Stand im behördlichen Genehmigungsverfahren und zum anderen der Stand hin-sichtlich Verkehrsplanung, Grundbesitzer- und Finanzierungsgespräche. Anhand einer Präsenta-tion werden die Details durch den Bürgermeister erläutert. Im Wesentlichen kann dies wie folgt zusammengefasst werden:

-    GNL Bescheid rechtskräftigt bzw. mit Ergänzung bestätigt (Erkenntnis vom LvGH)
-    Kaufvertrag für das Talstationsgebäude derzeit in juristischer Abstimmung
-    Verkehrsplanung im Dorf wurde erstellt inkl. Prüfung der Parkmöglichkeiten, Bushaltestel-len und Zufahrtsmöglichkeit Projekt Mohnenfluh
-    Projektkosten wurden auf letzten Planstand evaluiert
-    Hotelprojekt Mohnenfluh (Projektsicherungsvertrag verhandelt und freigegeben)
-    Hotelprojekt Nesslegg (Projektsicherungsvertrag unterschrieben)
-    Plan/Prognoserechnung für Dorfbahn erstellt und durch RTG geprüft

Die Prognoserechnung wird im Detail besprochen. Anhand der verschiedenen Rechenmodelle ist klar ersichtlich, dass ein wirtschaftlicher Betrieb der Dorfbahn nur bei Umsetzung des geplanten Bettenausbaus (Nesslegg und Mohnenfluh) darstellbar ist.

Auf Basis dieses Standes fanden im März 2026 Gespräche mit dem Hauptgesellschafter der Skilifte Schröcken, den Lecher Bergbahnen AG, statt. Im Ergebnis daraus folgten weiterführende Gesprä-che u.a. mit den Skiliften Warth und der Gemeinde Warth statt. Über die Rückmeldungen dazu wird berichtet.

Weiters wurde seitens des Aufsichtsrates der Lecher Bergbahnen deponiert, dass die vorgeschla-gene Beteiligung der Gemeinde Schröcken mit 10 % als zu niedrig angesehen wird und dies zu evaluieren sei.
Beratung und Beschlussfassung über eine Gesellschaftsbeteiligung an der zukünftigen Dorf-bahn-Gesellschaft

Der Bürgermeister informiert, dass ursprünglich eine Beteiligung der Gemeinde Schröcken in Höhe von 10 % vorgesehen und entsprechend kommuniziert wurde. Seitens des Hauptgesellschafters der Skilifte Schröcken, der Lecher Bergbahnen AG, wurde diese Beteiligung jedoch als zu gering erachtet. Aus diesem Grund soll eine höhere Beteiligung der Gemeinde geprüft werden.

Der Bürgermeister stellt daher eine Beteiligung der Gemeinde in Höhe von 26 % zur Diskussion. Bei einer angenommenen Eigenkapitalquote von 50 % würde dies einer Eigenkapitaleinlage von rund 2,8 Mio. Euro entsprechen. Für eine Beteiligung in dieser Größenordnung spricht insbeson-dere, dass sich die Gemeinde damit eine Sperrminorität und somit ein wesentliches Mitsprache-recht in der Gesellschaft sichert. Unter der Annahme, dass die Dorfbahn nur im Zusammenhang mit der geplanten Bettenentwicklung in Nesslegg und Heimboden realisiert wird, erscheint eine Finanzierung des Gemeindeanteils über zukünftige touristische Mehreinnahmen (Gästetaxe und Tourismusbeitrag) grundsätzlich darstellbar.

Unabhängig von der Beteiligungshöhe der Gemeinde wird darüber hinaus weiterhin Kapital aus dem Ort erforderlich sein. Der Umfang dieses Kapitalbedarfs hängt maßgeblich von der endgülti-gen Beteiligung der Hauptgesellschafter ab.

Im Rahmen der Diskussion spricht sich Vizebürgermeister Eric Leitner klar für eine Beteiligung der Gemeinde in Höhe von 26 % aus, sofern die Gemeinde das Projekt Dorfbahn weiterhin grundsätz-lich unterstützt. Mit einer Beteiligung in dieser Höhe werde ein deutliches Signal gesetzt, dass die Dorfbahn für die Gemeinde Schröcken von großer Bedeutung ist und ihre Umsetzung aktiv mitge-tragen wird. Dieser Auffassung schließen sich die übrigen Mitglieder der Gemeindevertretung an.

Der Bürgermeister stellt daraufhin den Antrag, dass sich die Gemeinde Schröcken mit 26 % an der Dorfbahn-Gesellschaft beteiligt. Die hierfür erforderliche aufsichtsbehördliche Genehmigung ist noch einzuholen.

Der Antrag wird einstimmig angenommen.


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