Walliser Gemeinde Evolene rettet seine Skilifte vorerst mit 1,8 Millionen FrankenDie Bevölkerung stimmt für die Rettung Die Bevölkerung der Schweizer Gemeinde Evolène im Wallis hat einem kommunalen Rettungspaket von 1,8 Millionen Schweizer Franken für die Bergbahngesellschaft Télé-Evolène zugestimmt. Bei einer Wahlbeteiligung von 78 % sprachen sich 63 % der Abstimmenden für die Finanzierung aus. Damit wird der drohende Konkurs des Unternehmens zunächst abgewendet. Gleichzeitig ist der Betrieb der Skilifte für die kommenden zwei Wintersaisonen gesichert. Télé-Evolène muss allerdings bis zum 4. Dezember eine gerichtlich begleitete Vereinbarung zur Restrukturierung seiner Schulden abschließen, um die Insolvenz abzuwenden. Wirtschaftliche Schwierigkeiten bleiben bestehen Die finanzielle Lage des Unternehmens ist weiterhin angespannt. Trotz kommunaler Unterstützung in Höhe von 700.000 Franken im Jahr 2025 schloss Télé-Evolène das Geschäftsjahr mit einem Verlust von mehr als 250.000 Franken ab. Das Unternehmen schreibt bereits seit mehreren Jahren Verluste. Zusätzlich belastet ein laufendes Strafverfahren die Situation: Ein ehemaliges Verwaltungsratsmitglied steht im Verdacht, über mehrere Jahre rund 545.000 Franken veruntreut zu haben. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Die nun bewilligten 1,8 Millionen Franken verschaffen dem Unternehmen somit vor allem Zeit. Sie lösen die strukturellen wirtschaftlichen Probleme noch nicht. Geplante Investitionen von rund 8 Millionen Franken Télé-Evolène hat im Sommer ein Investitionsprojekt mit einem Volumen von rund 8 Millionen Franken vorgestellt. Es umfasst zwei wesentliche Maßnahmen:
Die Gondelbahn soll nicht nur den Winterbetrieb unterstützen, sondern auch Wanderer und Ausflugsgäste ansprechen. Damit soll die Region stärker vom Sommer- und Ganzjahrestourismus profitieren. Die Gemeinde hat diesem Investitionsvorhaben allerdings noch nicht zugestimmt. Sie fordert eine weitere Ausarbeitung des Projekts hinsichtlich Technik, Finanzierung und Organisation. Eine gemeinsame Strategie für drei Skigebiete Ein weiteres Ziel der Gemeinde ist eine engere Zusammenarbeit der drei Skigebiete innerhalb des Verbunds Espace Dent-Blanche: Evolène, Arolla, La Forclaz Bis Ende 2028 soll eine gemeinsame Strategie entwickelt werden. Die Gemeinde möchte die kommunalen Subventionen künftig daran knüpfen, dass sich die Betreibergesellschaften aktiv an diesem Kooperationsprozess beteiligen. Die Herausforderung besteht darin, die kleinen, eigenständigen Skigebiete mit ihrem besonderen Charakter zu erhalten und gleichzeitig die teilweise veralteten Anlagen zu modernisieren. Da die drei Skigebiete nicht direkt miteinander verbunden sind, geht es dabei vor allem um eine organisatorische und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Zusätzliche Impulse für den Tourismus Parallel dazu gibt es private Investitionen in Evolène. Der Schweizer Unternehmer Ernest Zaugg lässt historische Gebäude im Dorf restaurieren und touristisch umnutzen. Unter dem Namen „Le Rucher d’Evolène“ entstehen unter anderem Ferienunterkünfte, ein Boutiquehotel, ein Restaurant, Geschäfte und kulturelle Einrichtungen. Das Projekt soll das historische Ortsbild bewahren und den Tourismus über das gesamte Jahr hinweg stärken. Details zu Infrastrukturprojekten von Télé-Evolène https://projet-tele-evolene.ch/ |





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