seilbahn.net | Projekte | Zukunft | 2015-05-28

Wuppertal: Studie für 3S Seilbahn vom Hauptbahnhof zur Uni

Machbarkeitsstudie der Wuppertaler Stadtwerke ergibt, dass Idee von Wuppertal 2025 realisierbar ist.

Im Rahmen des Strategieprozesses Wuppertal 2025, wurde eine kühne Idee geboren: Der Bau einer Seilbahn in der Elberfelder Südstadt. Sie sollte, so die Überlegungen, für eine bessere Anbindung der Universität und der Südhöhen sorgen. Die Wuppertaler Stadtwerke als städtisches Verkehrsunternehmen wurden beauftragt,  die Machbarkeit des Projektes zu überprüfen. Die WSW kommen zu dem Schluss, dass es umsetzbar und wirtschaftlich zu betreiben wäre. Nun müssen Politik und Bürger entscheiden.

Projektidee, Gründe und Wirtschaftlichkeit

PRIMÄRER NUTZEN DER SEILBAHN

  • Schaffung einer verbesserten Uni-Anbindung
  • Schaffung einer verbesserten Anbindung der Südhöhen
  • Entlastung der Straßenverkehrsinfrastruktur

VORTEILE EINES SEILBAHNSYSTEMS

  • Umweltfreundlichkeit / Nachhaltigkeit
  • Unabhängigkeit vom Restverkehr, hohe Beförderungsgeschwindigkeiten, Entlastung der bestehenden Verkehrsmittel
  • Geringer Flächenbedarf, dadurch Platz für urbanes Leben unter einer Seilbahn
  • Hohe Verkehrssicherheit, hohe Verfügbarkeit , keine Witterungsabhängigkeit
  • Vollständige Barrierefreiheit
  • Wirtschaftlich zu betreiben durch geringe Betriebskosten
  • Für anspruchsvolle Topografien bestens geeignet

GRÜNDE FÜR EINE SEILBAHN IN WUPPERTAL

  • Wuppertals besondere Topographie
  • Eine hohe Konzentration von Fahrgastströmen zu Vorlesungszeiten (~ 3.500 Fahrgäste pro Stunde)
  • Zum Überwinden einer kurzen Entfernung (Luftlinie <1.000 m) wird heute relativ viel Aufwand benötigt (Busleistungen)

Linienführung, Stützenstandorte und Trasse

ECKDATEN STRECKE

  • Streckenlänge: ca. 2.800 Meter
  • Höhenunterschied: ca. 165 Meter
  • Anzahl Stützen: 6
  • Höhe des Seiles, maximal: 70 m
  • Höhe Seiles, minimal: 6 m (Mensagebäude, Universität)
  • Höhe im Mittel über Bebauung: 30 – 40 m
  • Seilbahnsystem: Dreiseilumlaufbahn
  • Kapazität: 3.500 Personen pro Stunde und Richtung
  • Gondeln ca. 45
  • Durchschnittlicher Energieverbrauch: ca. 1.500 kW/h
  • Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s
  • Folgezeit zwischen den Gondeln: 32 Sekunden

SEILBAHNSYSTEM - DREISEIL-UMLAUFBAHN (3-S)

Bei dem 3-S System handelt es sich um ein kuppelbares Seilbahnsystem mit 2 Tragseilen, welche über Masten zwischen den Stationen gespannt werden. Durch das dritte Seil, dem sog. Zugseil, welches in den jeweiligen Stationen umgelenkt wird, werden die Seilbahnkabinen auf der Strecke bewegt. Durch die zwei Tragseile ist die Bahn äußerst windstabil. Dieses Seilbahnsystem kann bis zu Windgeschwindigkeiten von ca. 100 km/h quer zur Seilachse betrieben werden. Eine 3-S lässt Fahrgeschwindigkeiten bis zu 7,5 m/s zu. Die Kabinen haben ein Fassungsvermögen von bis zu 35 Personen. Dadurch kann ein Förderkapazität von bis zu 5.000 Personen/Stunde erreicht werden.

Die Garagierung der Kabinen ist in Abhängigkeit von der Kabinenanzahl im Umlauf der Tal- und Bergstation oder in einem separaten Kabinenbahnhof, welcher im Bereich der Tal-, Zwischen- oder Bergstation situiert sein kann, möglich. Dreiseilumlaufbahnen sind sehr gut für eine Nutzung im ÖPNV geeignet. Sie bieten die höchste Kapazität aller Seilbahnsysteme und geräumige Kabinen.

Die Seilbahnkabine hat in erster Linie die Aufgabe, Personen zu befördern. Die Beförderung kann stehend oder sitzend erfolgen. Je nach Größe der Seilbahnkabine ist auch die Mitnahme von Sperrgütern (Fahrräder usw.) gut möglich.

GRÜNDE FÜR EIN 3S-SEILBAHNSYSTEM

  • Hohe Leistungsfähigkeit (Massenverkehrsmittel)
  • Hohe Seilführungssicherheit
  • Stützenabstand bis zu 2.000 m, geringe Stützenanzahl benötigt
  • Bodenabstand sehr hoch
  • Geeignet für Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h
  • Große Fahrbetriebsmittel, Kapazität von 30 – 35 Personen
  • Hohes Platzangebot: Mitnahme Kinderwagen, Fahrräder, Rollatoren etc.
  • Vollständige Barrierefreiheit, autonome Benutzung durch Mobilitätseingeschränkte möglich
  • Hohe Förderkapazität (bis zu 3.500 Personen/je h und Richtung)

SICHERHEIT

  • Voraussetzung zur Erlangung einer Seilbahn-Betriebsbewilligung ist je nach Anlagentyp ein ausgearbeitetes und abgestimmtes Konzept für den Havariefall
  • Moderne Seilbahnen verfügen über ausgereifte und zuverlässige Bergungskonzepte
  • Dreiseilumlaufseilbahnen verfügen darüber hinaus über ein Räumungskonzept, d. h. alle Fahrzeuge fahren auch bei Ausfall des Hauptantriebes in die nächste Station

So geht es weiter:

  • Bis Ende 2015 Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern, Interessen-vertretern, politischen Vertretern, usw.
  • Voraussichtlich 2016 Ratsbeschluss, ob das Projekt weitergeführt werden soll
  • Bei positivem Beschluss Einstieg in das Planfeststellungsverfahren

www.seilbahn2025.de




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