seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2026-01-09

Bergbahnen Graubünden: Erfreulicher Saisonstart – Wertschöpfungsmotor lief rund

Wie der Monitor von Bergbahnen Graubünden zeigt, lockten die diesjährigen Festtage die Menschen in die Bündner Berge. Der Wertschöpfungsmotor lief grösstenteils rund. Die Anzahl Ersteintritte der Bündner Bergbahnen liegt per Ende Dezember um 5.6% höher als im Vorjahr. Das Gesamt-bild zeigt dennoch eine Fragmentierung.

Der Monitor der Branchenorganisation Bergbahnen Graubünden umfasst 23 Bergbahnunternehmen, die 90% des Bündner Trans-portumsatzes erwirtschaften. Die Ersteintritte von Saisonstart bis zum 31. Dezember 2025 legten im Vergleich zum Vorjahr um 5.6% zu. Ein erneutes Plus nach einem bereits starken Vorjah-resergebnis.

Das Resultat fiel im Vergleich zu den langjährigen Durschnitten gar noch erfreulicher aus. So präsentiert sich der diesjährige Sai-sonstart im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt um 20,1% und im 10-Jahres-Durchschnitt um 29% höher. Zahlen, die Markus Moser, den Präsidenten von Bergbahnen Graubünden, freuen:
«Um unseren Gästen, trotz herausfordernden Witterungsbedin-gungen, ein gutes Angebot zu bieten, gingen die Mitarbeitenden der verschiedenen Bergbahnbetriebe die notwendige Extramei-le. Es hat sich gelohnt.» Die Angst vor überfüllten Pisten auf-grund eines reduzierten Angebots und mehr Gästen war unbe-gründet.

Positive Resultate dank technischer Beschneiung

Von einem veritabel geglückten Saisonstart darf man speziell in den Regionen Davos Klosters sowie dem Ober- und Unterenga-din sprechen. Dies dank 10,7% bis 11,5% höheren Ersteintritten im Vergleich zum Vorjahr. «Die Gäste schätzten das breite An-gebot, dazu spielte das sonnige Wetter mit. Zudem ist der Anteil an Tagesgästen in diesen Regionen geringer als in anderen», erklärt Markus Moser.

Doch nicht alle Bündner Schneesportgebiete verbuchten positive Zahlen. Gerade diejenigen Gebiete mit fehlender oder unzu-reichender technischer Beschneiung sowie einem hohen Anteil an Tagesgästen standen vor Herausforderungen. Der nur ge-ringfügige Niederschlag im November und Dezember sorgte für keine oder nur eine dünne natürliche Schneedecke. So wiesen diese Gebiete teils deutlich weniger Ersteintritte als im Vorjahr aus oder mussten gar vom Angebot Schneesport absehen. «Dies hat uns zum wiederholten Male gezeigt, wie essentiell eine effiziente technische Beschneiung für die Wertschöpfung ist», macht der Geschäftsführer von Bergbahnen Graubünden, Mar-cus Gschwend, deutlich. Und weist damit nicht nur auf die Wich-tigkeit der Schneesicherheit für die Bergbahnunternehmen selbst hin, sondern unterstreicht den Nutzen für alle Leistungsträger (Hotellerie, Gastronomie, Skischulen, Handel etc.) sowie den ge-samten Tourismuskanton Graubünden. Markus Moser bestätigt: «Die Bündner Bergbahnen sind der Tourismusmotor und sorgen für die Wertschöpfung, die unsere Dörfer am Leben erhält.» Dies verdeutlicht auch die touristische Wertschöpfungsstudie des Kantons Graubünden aus dem Jahr 2022/23.

Das Gesamterlebnis am Berg zählt

Dass die Bündner Bergbahnbetriebe mit den zur Verfügung ste-henden Mitteln das bestmögliche Angebot anstrebten, wurde von den Gästen unisono geschätzt. Rückmeldungen von Gästen aus allen Ecken des Kantons bestätigen eine grosse Wertschätzung des Engagements. Für viele Gäste haben über die Festtage zu-dem nebst dem Schneesportvergnügen auch Erholung, Gesel-ligkeit, Genuss und Sonnenschein eine hohe Priorität. Die ver-gangenen Festtage boten hierzu beste Voraussetzungen. Dies zeigte sich wiederum sehr positiv beim Konsumverhalten der Gäste in der Gastronomie am Berg.

«Alles in allem darf die Bündner Bergbahnbranche auf einen ge-lungenen Saisonstart zurückblicken. Für den anstehenden Sai-sonverlauf hofft die Branche aber natürlich auf eine anständige Portion Naturschnee», so Markus Moser.

Bemerkungen:
- Der Monitor der Branchenorganisation Bergbahnen Graubünden (BBGR) umfasst 23 Bergbahnunternehmen oder 90% des Bündner Transportumsatzes
- «Wer früh bucht, profitiert» oder ähnlich lautet das Motto des Dynamic Pricing, welches sich bei vielen Bergbahnunternehmen etabliert hat. Dies hatte Auswirkungen auf die Kommunikation der Branchenentwicklung. Seit Winter 2023/24 kommuniziert Bergbahnen Graubünden monatlich deshalb nur noch die relative Entwicklung der Gäste bzw. Ersteintritte im Vergleich mit dem Vorjahr, dem Fünf- und Zehn-Jahres-Durchschnitt. Die Entwicklung des Verkehrsertrages wird am Saisonende kommuniziert.
Die monatliche Entwicklung des Verkehrsertrages vermittelt infolge der zeitlichen Lücke zwischen Kauf und Konsum der Dienstleistung kein adäquates Bild mehr und erschwert Vergleiche.


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