Bergbahnen Graubünden: Ein Januar mit wenig Schnee und TagesgästenDie Bündner Bergbahnbetriebe starteten leicht ruhiger ins Jahr als gewünscht. Dies aufgrund herausfordernder Witterungsbedingungen. Wie der Monitor von Bergbahnen Graubünden zeigt, liegt die Anzahl Ersteintritte im Januar leicht tiefer als im Vorjahr. Die Berggastronomie konnte im Januar mit der Sonne um die Wette lächeln. Deren Umsätze bewegten sich mehrheitlich auf Vorjahresniveau. Das freundliche Wetter animierte zum Win-terwandern, Schlitteln oder einfach dazu, die Sonne zu geniessen. Im Kerngeschäft hatten die Bergbahnbetriebe jedoch Herausforderungen zu meistern. Ob-wohl auf den technisch beschneiten Pisten für Wintersportler auch im Januar gute Bedingun-gen herrschten, fehlten vielerorts die Tagesgäste. Markus Moser, Präsident Bergbahnen Graubünden, schätzt ein: «Im Gegensatz zu Einheimischen, Zweitheimischen und Ferien-gästen haben die Tagesgäste wohl nicht geglaubt, wie gut die Schneesportbedingungen dank der Beschneiung sind.» Ein Blick ins Klimabulletin von Meteo Schweiz zeigt denn auch, dass sich der Niederschlag im Januar im Vergleich zur Referenzperiode 1991 – 2020 in Nordbünden gerademal bei 32% bewegt. Das Resultat wiederspiegelt sich im Monitor der Branchenorganisation Bergbahnen Graubün-den. Dieser umfasst 23 Bergbahnunternehmen, die 90% des Bündner Transportumsatzes er-wirtschaften. So fallen die Ersteintritte im Januar 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 3.6% tiefer aus. Technische Beschneiung: der Motor der Destinationen Wie schon während der Festtage zeichnete die Branche im vergangenen Monat kein homo-genes Bild. Das Geschäft lief bei den Bergbahnen und in der Berggastronomie vorwiegend dort gut, wo effizient beschneit und so ein grosszügiges, zusammenhängendes Angebot be-reitgestellt werden konnte. Markus Moser hält fest: «Die Bedeutung der Beschneiung als Mo-tor für die Destinationen wurde damit abermals unterstrichen.» Eine Herausforderung die kleinere und mittelgrosse Bergbahnunternehmen weiterhin beschäftigen dürfte. Denn nebst den nötigen finanziellen Mitteln für eine effiziente Beschneiung wird in Zukunft auch genü-gend verfügbares Wasser in den entscheidenden Kälteperioden ein bedeutender Erfolgsfak-tor sein. Dies hat der Winter 2025/26 bisher deutlich gezeigt. Markus Moser bleibt für die aktuelle Saison trotz aller Herausforderungen optimistisch, denn «abgerechnet werde bekanntlich erst Ende Saison.» Und insgesamt sei die Branche dank der erfreulichen Zahlen der Festtage gut unterwegs. So resultiert per Ende Januar kumuliert auch ein leichtes Plus von 0.6% gegenüber dem Vorjahr. Und auch langjährige Vergleiche bestätigen dies: Im 5-Jahres- und 10-Jahres-Durchschnitt liegen die Ersteintritte im Januar 2026 um 8.2% bzw. 12.1% im Plus. Kumuliert zeigen sich die Gästezahlen mit 13.6% und 19.6% im 5-Jahres- bzw. 10-Jahres-Vergleich noch besser. |



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