seilbahn.net | Themenbereiche | Beschneiung | 2009-03-02

Kleinwalsertal: Bergbahnen feiern Investition in die Zukunft

Eine „Grenzerfahrung“ der besonderen Art erlebten zahlreiche Gäste aus Österreich und Deutschland zu nächtlicher Stunde im Wintersportgebiet Kanzelwand/Fellhorn. Die Bergbahnen an Kanzelwand-Fellhorn und Nebelhorn feierten ihre mit Beginn dieses Winters in Betrieb gegangenen erweiterten Beschneiungsanlagen. Inszeniert unter dem Motto „Wasser kennt keine Grenzen“ mit einem großen Wasserfest.

Hoch oben im Bereich des Kanzelwand-Sattels wurde dafür die Ländergrenze mit Fackeln beleuchtet, eine aufwändige Lichtershow illuminierte den neu entstandenen Beschneiungsteich – den Riezler-Alpsee. Nicht weniger als 70 Skilehrer aus dem Walsertal stellten sich in den Dienst der Sache und zeigten mit Fackeln bestückt Kostproben ihres fahrerischen Könnens.

Zehn Millionen investiert

Rund zehn Millionen Euro wurden für die Schneesicherheit in „ein Vorzeigeprojekt für grenzüberschreitende Zusammenarbeit“ investiert, so Bürgermeister Werner Strohmaier. Sein Oberstdorfer Amtskollege Laurent Mies wünschte den Bahnen allseits „genug Wasser und Kälte für perfekten Schnee“. Oberallgäus Landrat Gebhard Kaiser lobte die Investitionen der Bahnen, die letztendlich der gesamten Region zugute kämen. Seitens der Bezirkshauptmannschaft in Bregenz hob Dr. Harald Krappinger die gute Zusammenarbeit mit der Behörde und die reibungslose Abwicklung hervor. Gelobt wurde von ihm der hohe ökologische Standard bei der Ausführung der Arbeiten.

Schnee-Garantie

Die Bergbahn AG-Vorstände Augustin Kröll und Georg Fahrenschon trumpften mit einer gelungenen Doppel-Rede auf.  Bemerkenswert, so unterstrichen die beiden, sei die Tatsache, dass das Allgäuer Überlandwerk (AÜW / Stadt Kempten) und die Raiba Holding als die beiden Hauptaktionäre weiter gezielt und bewusst in die Qualitätsverbesserung der Bahnen und somit in die touristische Infrastruktur der Region investierten wollen. Das sei ein deutliches Signal und mache Mut für die Zukunft. Dass dabei Beschneiungsanlagen eine wichtige Rolle für den Winter-Tourismus spielen, unterstrich als Gast auch Österreichs oberster Seilbahner Ingo Karl (Obmann des Österreichischen Seilbahnverbandes). Eine nun mögliche Schnee-Garantie, so der Tenor der Experten, sei auch die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg der Region und ihrer Bewohner.

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