seilbahn.net | Themenbereiche | Beschneiung | 2010-08-10

Beschneiungsanlage am Ifen zur Genehmigung eingereicht

Vor einem Jahr hat die Kleinwalsertaler Bergbahn AG das Schigebiet Ifen erworben. Ein Ziel der Verantwortlichen: Das Schigebiet soll wieder an die touristische Gründer- und Blütezeit des Ifen-Gebietes herangeführt werden. Nun wurde ein Entwicklungskonzept erarbeitet, das auch den Bau einer Beschneiungsanlage vorsieht. Den Bau einer derartigen Anlage haben die Bergbahnen jetzt bei den Behörden zur Genehmigung eingereicht.
 
Das Gesamtkonzept der Bergbahnerneuerung am Ifen hängt laut den Bergbahn-Vorständen von der Genehmigung einer Beschneiungsanlage ab.

Anfang Juli fand unter Beisein der Grundeigentümer, Sachverständigen und Behördenvertreter ein Ortsaugenschein statt, kurz danach eine mündliche Verhandlung. Dabei kam die zuständige Behörde zum Ergebnis, dass der Bau der eingereichten Beschneiungsanlage als wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes am Ifen vorbehaltlich des erfolgreichen Abschlusses der Grundstücksverhandlungen von Seiten der Behörde genehmigt wird.

Beschneiung bis zum Alpbord

Bergbahn-Vorstand Augustin Kröll macht deutlich, dass für die Erneuerung der stark in die Jahre gekommenen Anlagen des Schigebietes Ifen eine Beschneiung der unteren Pisten bis zum Alpbord und der Hahnenköpflepiste bis zur Bergstation notwendig ist. Kröll: „Wir sind derzeit in Planung, wie wir das Ifengebiet modernisieren und neu aufstellen können. Doch ganz egal welche Anlagenkombinationen und Nutzungsmöglichkeiten wir für den Ifen auch vorsehen, unsere Investitionen werden sich betriebswirtschaftlich nur rechnen, wenn wir schneesicher sind. Dafür benötigen wir die Beschneiungsanlage.“ Die Beschneiungsanlage sei „schon vorab eingereicht“ worden, weil „alle weiteren Planungen an der Genehmigung dieser Anlage hängen“, so Kröll.

90.000 Kubikmeter-Schneiteich

Für die geplante Beschneiungsanlage ist ein 90.000 Kubikmeter fassender Schneiteich im Bereich des Gaißbühls notwendig. Das angehängte Leitungsnetz soll von der heutigen Talstation bis auf das Alpbord reichen. Im oberen bereich des Ifen wird „ausschließlich die Hahnenköpfleabfahrt an die Beschneiungsanlage angebunden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Dazu Bergbahn-Vorstand Georg Fahrenschon: „Unser Konzept verzichtet bewusst auf die Beschneiung der anderen Pisten im Karstgebiet. Hier wird Schilauf auch in Zukunft nur möglich sein, wenn Frau Holle genug Schnee vom Himmel schickt.“ Zur Verbesserung der Abwassersituation will man zudem einen Abwasserkanal errichten.

„Etwas Besonderes“

Dass der Ifen „etwas Besonderes ist“, so Augustin Kröll, „wissen wir“. Und so werde das Vorhaben der Bergbahnen für den Ifen auch geplant, versichert der Vorstand. Und weiter: „Jedes Bauprojekt am Ifen wird von einer ökologischen Baubegleitung geführt. Gleichzeitig richten wir einen ökologischen Beirat ein, in dem interessierte Walserinnen und Walser laufend über die Projektschritte informiert werden, die Einhaltung der Auflagen mitverfolgen und ihre Ideen und Anregungen mit dem Projektwerber besprechen können.“ Auf Basis der Genehmigung der Beschneiungsanlage wird die Kleinwalsertaler Bergbahn AG die  Planungsarbeiten für die Neuentwicklung des Schi- und Wandergebietes am Ifen vorantreiben. Die fertigen Pläne sollen dann voraussichtlich im kommenden Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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