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seilbahn.net | Themenbereiche | Wirtschaft | 2024-04-18

12. Ostschweizer BergForum: Der Preis ist heiss!

Die dynamischen Preismodelle haben sich bei den Skigebieten etabliert und stossen bei den Medien auf grosse Aufmerksamkeit. Vor allem die grösseren Skigebiete setzen auf flexible Preise. In der Regel nach dem Motto: „Je früher gebucht wird, desto günstiger wird der Skitag“.

Angefangen hat Dynamic Pricing in den 80er Jahren in der Flugindustrie. Später kamen die Hotels dazu und erst seit einigen Jahren setzen auch die Bergbahnen auf dynamische Preise.

Christian Wyrsch, Mitglied der Geschäftsleitung der Lenzerheide Bahnen AG war bei den Pionieren, als er im Jahr 2017 im Skigebiet Arosa Lenzerheide erstmals flexible Preise für die Skitickets eingeführt hat.

Für Christian Wyrsch ist klar: „Dynamische Preise sind kein Allheilmittel. Gutes Pricing bedeutet, dass man es auf sinnvolle Ziele ausrichtet und die Art, wie wir Menschen denken und handeln, einbezieht.“ Heute verkauft das Skigebiet Arosa Lenzerheide knapp 70% der Tages-/Mehrtagestickets über den online Ticketshop.

Die Preise sind auch im Sommer heiss! Der Blick titelte im Juni 2023 „Preisanstieg von 74 Prozent – Ausflugsberg streicht Rabatt für Halbtax und GA“. Grund dieser Schlagzeile war die öffentliche Information der Seilbahnen Hoher Kasten, per 2024 aus der Alliance Swiss Pass ASP auszusteigen und das beliebte Halbtax nicht mehr zu akzeptieren.

Prof. Dr. Christian Wyrsch ordnete die neusten Pricing-Entwicklungen unter wirtschaftspsychologischer Sicht ein und diskutierte diese mit den Referenten und den Teilnehmenden.

Prof. Dr. Christian Fichter, Leiter Institut für Wirtschaftspsychologie, Kalaidos Fachhochschule: Was ist für Kunden am wichtigsten? Ein gutes Produkt, Einfachheit beim Kauf und ein fairer Preis. Doch dynamische Preise ziehen die Aufmerksamkeit weg vom Produkt, sind kompliziert und wirken oft unfair. Wird dies berücksichtigt, so lassen sich dynamische Preise so einführen, dass Kunde und Anbieter profitieren



















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